Jan 20, 2020 14:56 Europe/Berlin

Die Berliner Libyen-Konferenz mit 12 Staats- und Regierungschefs sowie vier internationale Organisationen, darunter die UNO, ging am Sonntag mit einer gemeinsamen Erklärung zuende - das ist bereits viel in dieser komplizierten Lage.

 

Zu erwarten ist, dass europäische Nato-Länder sich hier auch militärisch einsetzen werden, vermutlich auch Deutschland, das ist jedoch noch bei weitem nicht spruchreif. Eine Lösung des Konflikts in dem von der US-geführten Nato grausam heimgesuchten Land war ohnehin nicht erwartet worden, der Friedensprozess soll in Genf fortgesetzt werden.  Libyen ist jedoch nur der westliche Außenpunkt eines ganzen Krisenbogens, der sich im Süden und Südosten Europas weiter über Palästina, Libanon, Syrien, Irak, Yemen und Bahrain bis zum Iran erstreckt. Hier sehen wir überall Washingtons Politik als Hauptschuldigen, mehrfach assistiert von der ebenso umstrittenen Führung Saudi-Arabiens. Und zahlreiche Aktivitäten richten sich gegen den Iran, der seine Verpflichtungen stets übererfüllt, während der Westen seinen Verpflichtungen nahezu grundsätzlich nicht nachkommt stattdessen jedoch vielfach destabilisierend wirkt, oft gemeinsam mit Israels Politik. In Berlin war der Bundesvorsitzende der Neuen Mitte, Christoph Hörstel im Hotel der Konferenzteilnehmer und Präsidenten Putin und Erdogan unterwegs - er berichtet und erläutert die Gesamtlage im Gespräch mit Seyed Hedayatollah Schahrokny.

 

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