Feb 20, 2020 12:11 Europe/Berlin
  • Iran, Russland und Türkei arbeiten an Termin für Syrien-Gipfel

Ankara (ParsToday/PressTV) - Laut dem türkischen Außenministerium arbeiten türkische, russische und iranische Vertreter daran, einen Termin für einen trilateralen Gipfel zum syrischen Friedensprozess zu koordinieren.

"Die Parteien arbeiten daran, den Termin für das Gipfeltreffen zu vereinbaren. Sobald eine Einigung zwischen den drei Ländern erzielt wurde, wird das Datum des Gipfels bekannt gegeben", zitierte die russische Nachrichtenagentur TASS eine Quelle im türkischen Außenministerium am Donnerstag.

Der stellvertretende Außenminister Russlands, Michail Bogdanow, sagte zuvor der TASS, dass Anfang März ein trilateraler russisch-iranisch-türkischer Gipfel in Teheran stattfinden könnte, wenn die türkische Führung dem zustimme.

Das vorherige, fünfte trilaterale Treffen in Folge zwischen den Präsidenten der Länder, die als Garanten des Astana-Prozesses zur Förderung einer friedlichen Lösung in Syrien fungierten, fand im September 2019 in Ankara statt.

Das Trio unterhält auch Kontakte im Rahmen hochrangiger Treffen zu Syrien in Nur-Sultan. Die letzte derartige Sitzung fand am 10. und 11. Dezember 2019 statt.

Syrien im Kampf gegen Terroristen - Türkei gibt Damaskus Ultimatum

Diese Entwicklungen ereignen sich in einer Zeit in der Syrien eine große Operation zur Befreiung der nordwestlichen Provinz Idlib, der letzten Hochburg der Terroristen, durchführt. Die syrische Armee hat in den letzten Wochen im Nordwesten des Landes stetige Fortschritte gemacht und unter anderem eine strategische Stadt und eine wichtige Autobahn befreit, die Damaskus mit Aleppo verbindet. Die Offensive startete im Dezember, als Terroristen zunehmend syrische und russische Truppen von diesem Gebiet aus angegriffen.

Die Türkei jedoch, die selbst eine Reihe von Milizen in Idlib unterstützt, behauptet, dass durch die syrische Offensive 13 seiner Truppen getötet wurden. Es hieß, dass Ankara keine Truppen aus der Region abziehen und alle Ziele treffen werde, die in Idlib als Bedrohung angesehen werden.

Kommentar