Jul 03, 2020 12:54 Europe/Berlin
  • USA wollen vier iranische Tanker beschlagnahmen, die nach Venezuela fahren

Washington (ParsToday/Press TV) - Nachdem es den USA kürzlich nicht gelungen war, die Fahrt der iranische Tanker nach Venezuela zu verhindern, hat Washington neue Anstrengungen unternommen, um den legalen Handel der beiden Länder zu stören.

Die US-Staatsanwaltschaft hat laut Reuters eine Klage eingereicht, um mehr als 1.1 Millionen Barrel Benzin an Bord von vier Tankschiffen zu beschlagnahmen, die Iran nach Venezuela verschifft, wo aufgrund des amerikanischen Wirtschaftsembargos Kraftstoffmangel herrscht.  

Bei dem jüngsten Versuch der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die beiden Länder zum Ziel zu nehmen, wurde eine Zivilklage am späten Mittwoch von der Bundesanwaltschaft beim US-Bezirksgericht für den Bezirk Columbia eingereicht.

Die Klage zielt darauf ab, die Lieferung von iranischem Benzin an Bord der unter liberianischer Flagge stehenden Bella und Bering, Pandi und Luna einzustellen, berichtete das Wall Street Journal. Die Beschwerde soll auch künftige Lieferungen vom iranischen Kraftstoff nach Venezuela verhindern und den Umsatzfluss durch Erdölverkäufen Irans stoppen.

In der Klage wird behauptet, dass der Gewinn aus den Lieferungen "schändliche Aktivitäten wie die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihrer Trägermittel, die Unterstützung des Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen im In- und Ausland" unterstütze.

Diese Woche fuhr der vierte Tanker einer iranischen Flottille mit fünf Schiffen, die Benzin nach Venezuela transportiert, in venezolanische Gewässer ein. Der Tanker Faxon wird von den venezolanischen Streitkräften auf dem Weg zu seinem Ziel begleitet, wie im Fall seiner drei Vorgänger.

Die unter iranischer Flagge fahrende Flottille mit fünf Tankern befördert bis zu 1,53 Millionen Barrel Benzin und ihre Komponenten, um dem Land zu helfen, eine akute Knappheit zu lindern, die die Venezolaner gezwungen hat, stundenlang in Warteschlangen an Tankstellen zu warten.

Die zweite Fracht per Schiff Forest wird nach Angaben von Refinitive Eikon seit Dienstag in der Cardon-Raffinerie entladen.

Während die iranischen Tanker ihre Ladungen einzeln ausliefern, hat die venezolanische Regierung Vorbereitungen getroffen, um den importierten Kraftstoff unter verzweifelten Bürgern zu verteilen.

Brennstofflieferung an Venezuela: USA verhängen Sanktionen gegen fünf iranische Kapitäne

Am 24. Juni hatte das US-Finanzministerium außerdem fünf Kapitäne der iranischen Öltanker auf die Sanktionsliste gesetzt. Diese Personen würden sanktioniert, weil sie "mit den Schifffahrtslinien der Islamischen Republik Iran" in Verbindung stehen, begründete das US-Finanzministerium.

Trotz der US-Sanktionen schickte Iran kürzlich fünf Öltanker nach Venezuela. Es ist Experten zufolge ein großer Erfolg für Teheran gewesen.

Venezuela hat Schwierigkeiten mit der Lieferung von Benzin aufgrund der einseitigen Sanktionen seitens der Vereinigten Staaten, die auch Sanktionen gegen Iran verhängt haben, um die Ölexporte des Landes zu verhindern.

Maduro dankt Iran für Entsendung von Öltankern

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat Iran dafür gedankt, dass es drei Öltanker in sein energiebedürftiges und von Sanktionen betroffenes Land geschickt hat. Maduro dankte auf Twitter dem iranischen Volk und der Regierung in Teheran dafür. Er schrieb, Venezuela sei nicht allein und habe mutige Freunde, die neben diesem Land stehen.

Wo die imperialistischen Länder ihre Regeln mit Gewalt durchsetzen wollen, kann nur die Brüderlichkeit freie Menschen rettend sein", fügte Venezuelas Präsident hinzu.

Die USA haben kürzlich ihre anti-iranische Rhetorik intensiviert und damit gedroht, dass sie die iranischen Treibstofftanker, die die Karibik durchqueren, um das von Sanktionen betroffene Venezuela zu erreichen, beschlagnahmen oder zum Ziel nehmen werden. Teherans ernsthafte Warnung mit Vergeltungsmaßnahmen zu reagieren zwang die USA jedoch, sich von den iranischen Schiffen fernzuhalten.  

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