Jul 04, 2020 08:55 Europe/Berlin
  • IAEA bestätigt: Ort des Natanz-Vorfalls war ohne Kernmaterial

Wien (ParsToday/ IRNA) - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat in einer Erklärung bestätigt, dass es am Vorfallsort in Natanz am Donnerstag kein Nuklearmeterail gegeben habe.

Laut einem Bericht von Lawrence Norman, einem hochrangigen Reporter der US-Zeitung "Wall Street Journal", hieße es in einer am Freitag durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) verbreiteten Erklärung über den Vorfall auf dem Nuklearstandort Natanz, Iran habe am Donnerstag die IAEA darüber informiert, dass in einem Gebäude des Urananreicherungskomplexes von Natanz ein Feuer ausgebrochen sei.

Iran habe der Internationalen Atomenergiebehörde auch mitgeteilt, dass das Feuer gelöscht worden sei und sich keine nuklearen oder radioaktiven Materialien im Gebäude befänden, hieß es in der Erklärung dazu weiter. Iran habe ferner erklärt, die Ursache des Unfalls sei unbekannt, und hinzugefügt, es habe keine Opfer oder radioaktive Kontamination gegeben.

In ihrer Erklärung bekräftigt die IAEA auch, dass der Nuklearstandort Natanz unter der Aufsicht der Agentur stehe, einschließlich der Kontrolle, Verifizierung und Aufsicht des Atomabkommens.

Die IAEA bestätigte auch, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls keine IAEA-Inspektoren anwesend waren und dass der Ort des Vorfalls kein Kernmaterial enthielt.

Norman berichtete auf seinem offiziellen Twitter-Account ferner, er sei darüber informiert worden, dass die Inspektoren der Agentur am Samstag die Nuklearanlage von Natanz besuchen würden.

Iran: Unfall in Atomanlage Natanz

Behrouz Kamalvandi, Sprecher der Atomenergieorganisation der Islamischen Republik Iran, gab am Donnerstagmorgen bekannt, dass sich in einem der im Bau befindlichen Schuppen auf dem offenen Gelände des Natanz-Geländes ein Unfall ereignet habe. Kamalvandi fügte hinzu, es habe bei dem Vorfall keine Opfer gegeben, und es gebe keinen Grund, sich Sorgen über die Möglichkeit einer Kontamination aufgrund der Inaktivität des Komplexes zu machen.

Tags

Kommentar