Aug 01, 2020 08:50 Europe/Berlin
  • US-Verantwortliche verärgert über Eröffnung eines iranischen Versorgungsgeschäfts in Venezuela

Washington (ParsToday/IRNA) - Eine iranische Präsenz in der westlichen Hemisphäre sei nicht etwas, was wir uns gerne ansehen, sagte ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums wütend über die Eröffnung des ersten iranischen Geschäfts in Venezuela.

Die Eröffnung eines Geschäfts in Venezuela sei wie eine Vereinigung von "Pariastaaten", sagte der im US-Außenministerium für die westliche Hemisphäre zuständige Michael Kozak am Freitag gegenüber Reportern in Washington.

Als ein Pariastaat wird, in Anlehnung an die Bezeichnung „Paria“ eine ausgestoßene Nation bezeichnet, die sich entweder nicht an internationale Gepflogenheiten der Zusammenarbeit im Sinne der internationalen Gemeinschaft (zum Beispiel Vereinte Nationen) hält oder von mindestens einer Großmacht als solche eingestuft wird.

Kozak fügte hinzu: "Ich wäre sicherlich überrascht, wenn Venezuela viele Vorteile aus Iran ziehen könnte."

Er betonte: "Iran will in verschiedenen Regionen eine Rolle spielen."

Die iranische Organisation "ETKA" hat in Caracas, der venezolanischen Hauptstadt, das erste iranische Konsumgütergeschäft namens "Megasis" eröffnet.

Der "Magasis"-Laden mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern, hat mehr als 2500 Artikeln rein iranischer Waren, darunter Lebensmittel, Kleidung, Cellulosematerial, Arten von Waschmitteln, Kunststoff- und Einwegmaterialien und alle Arten von Nüssen und Snacks und Traktoren zum Angebot.

Die venezolanische Regierung hat die Eröffnung des iranischen Geschäfts als Zeichen für das Scheitern der US-Sanktionspolitik beschrieben.

In den letzten Monaten hat Teheran auch Benzin und Materialien geliefert, die dem südamerikanischen Land helfen, seine eigenen Ölraffinerien in einer jahrelangen Wirtschaftskrise wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Jahren gegen beide Länder schwere Sanktionen verhängt.

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