Aug 15, 2020 11:33 Europe/Berlin
  • Konflikt mit Griechenland: Türkei für Schweizerische Vermittlung

Bern (IRNA/APA) - Die Schweiz will im Konflikt zwischen Griechenland und der Türkei um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer vermitteln.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte am Freitag bei einem Besuch in Bern, sein Land stimme dem Angebot grundsätzlich zu. Er forderte Griechenland auf, von weiteren Provokationen des türkischen Explorationsschiffes abzusehen, das in der umstrittenen Region nach Gas- und Ölvorkommen sucht. 

Inmitten der wachsenden Spannungen sind laut Reuters kürzlich zwei griechische und türkische Kriegsschiffe im Osten vom Mittelmeer kollidiert. Zu der Kollision der Kriegsschiffe am Mittwoch hieß es in Kreisen des griechischen Verteidigungsministeriums, es sei ein Unfall. Ankara sah den Vorfall aber als provokativ an.

Die Türkei und Griechenland streiten seit längerem über Gebietsansprüche im östlichen Mittelmeer und die dort vermuteten Gas- und Ölvorkommen. 

Die Türkei und die libysche Regierung unter Leitung von Fayez al-Seradsch hatten einen Pakt bereits Ende November zusammen mit einem Abkommen über Seegrenzen im Mittelmeer unterzeichnet, das international auf Kritik einschließlich Griechenlands gestoßen war. 

Erdogan verurteilt das See-Abkommen zwischen Griechenland und Ägypten als wertlos

Als Reaktion darauf haben Ägypten und Griechenland kürzlich ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die Seegrenze zwischen den beiden Ländern festlegt und eine ausschließliche Wirtschaftszone für Öl- und Gasbohrrechte abgrenzt. Das Abkommen kommt zu der Zeit, in der die Türkei erklärt hat, dass sie in dieser Region nach Öl- und Gas bohren will. Dies hatte auf scharfe Kritik aus Athen und Brüssel gestoßen.

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