Sep 17, 2020 16:12 Europe/Berlin

Seit Jahrzehnten macht Israels aggressive Militärpolitik den Nahen Osten und die Weltpolitik unsicher; seit einigen Jahren geht es mit rassistischen Apartheidsgesetzen im eigenen Land, Besatzung und Unterdrückung in Palästina und mit ständig Bombenangriffen und Terroranschlägen gegen den Nachbarn Syrien noch härter zur Sache.

Zuletzt haben die furchtbare Großexplosion im Beiruter Hafen und in den letzten Tagen zwei spektakuläre Brände in der schwer heimgesuchten libanesischen Hauptstadt wieder Klagen laut werden lassen, Israel führe einen unerklärten Krieg gegen den nordöstlichen Nachbarn, innenpolitische Destabilisierung eingeschlossen.
Dessen ungeachtet haben jetzt die beiden arabischen Staaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain Friedensverträge mit Israel unterzeichnet. Das richtet sich nicht nur gegen die Interessen Palästinas, sondern vor allem gegen den regionalen Angstgegner Iran, trotz erklärtem Willen und aller Bemühungen Teherans, die seit Jahrhunderten ausdrücklich friedliche Außenpolitik gegen alle Washingtoner Intrigen gegen die Einheit islamischer Staaten fortzusetzen. Der Bundesvorsitzende der Neuen Mitte, Christoph Hörstel, bedauert, dass Palästina von den neuen Verträgen nicht stärker profitieren durfte - und betont, im Gespräch mit Syed Hedayatollah Schahrokny, dass Israels Annexionspläne im Nahen Osten nur aufgeschoben sind - nicht: aufgehoben.

Kommentar