Sep 19, 2020 12:32 Europe/Berlin
  • Nach Pompeos Drohung: US-Flugzeugträger USS Nimitz ist im Persischen Golf im Einsatz

Washington (Press TV) - Zum ersten Mal seit zehn Monaten ist jetzt ein US-Flugzeugträger im Persischen Golf im Einsatz, nachdem Washington damit gedroht hat, das auslaufende Waffenembargo gegen Iran illegal zu verlängern.

Die USS Nimitz durchquerte die Straße von Hormuz mit den Lenkwaffenkreuzern USS Princeton und USS Philippine Sea (CG-58) sowie dem Lenkwaffenvernichter USS Sterett.

"Die [Carrier Strike Group] wird zusammen mit regionalen Partnern und Koalitionspartnern operieren und trainieren und die Operation Inherent Resolve in der Marinefliegerei unterstützen", teilte die 5. US-Flotte am Freitagmorgen in einer Erklärung mit.

"Die Nimitz Strike Group ist seit Juli im Einsatzgebiet der 5. Flotte tätig und befindet sich auf dem Höhepunkt der Bereitschaft", sagte der Kommandeur der Einsatzgruppe Konteradmiral Jim Kirk in einer Pressemitteilung.

"Wir werden die gemeinsame Truppe weiterhin unterstützen, während wir gemeinsam mit unseren Regional- und Koalitionspartnern vom (persischen) Golf aus operieren", fügte er hinzu.

Die USA schicken regelmäßig Flugzeugträgergruppen in den Persischen Golf. Nimitz ist der erste Flugzeugsträger, der am Persischen Golf operiert, seit die USS Abraham Lincoln im vergangenen November die Straße von Hormuz durchquert hat. Das letzte Schiff, das im Persischen Golf segelte, war die USS Bataan im April.

Dies geschieht nur wenige Tage, nachdem US-Außenminister Mike Pompeo mit der Verlängerung eines Waffenembargos sowie der Wiedereinführung von UN -Sanktionen gegen Iran gedroht hat, wofür Washington nach Meinung des UN-Sicherheitsrats keine Gründe hat.

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Am Dienstag vergangener Woche sagte Pompeo, die USA würden Iran nicht erlauben, chinesische und russische Militärausrüstung zu kaufen und dies trotz der scharfen Warnung des Iran an Washington wegen "gefährlichem" Verstoß gegen das Völkerrecht.

"Wir werden auf eine Weise handeln - und wir haben auf eine Weise gehandelt -, die Iran daran hindert, chinesische Panzer und russische Luftverteidigungssysteme zu kaufen und Waffen an die Hisbollah weiterzuverkaufen", sagte Pompeo.

Und am Mittwoch der letzten Woche schwor Pompeo, dass die USA zu den Vereinten Nationen zurückkehren würden, um die Sanktionen gegen Iran erneut verhängen zu lassen.

"Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass diese Sanktionen durchgesetzt werden", sagte er.

Der politische Berater der iranischen Vertretung in Genf Nabi Azadi warnte vor den schwerwiegenden Folgen der verantwortungslosen Politik und der illegalen Handlungen Washingtons und sagte, Teheran werde schnell auf die Aktionen gegen das Volk, gegen die Souveränität, die territoriale Integrität und ihre nationalen Interessen des Landes reagieren.

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