Sep 25, 2020 13:58 Europe/Berlin
  • China: USA haben genug Probleme für die Welt geschaffen

New York (ParsToday/PressTV) - Chinas Gesandter bei den Vereinten Nationen hat die Vereinigten Staaten wegen ihrer "unbegründeten" Anschuldigungen über die Ursprünge des neuen Coronavirus kritisiert. Washington habe bereits genug Probleme für die Welt geschaffen und "genug ist genug".

"Ich muss sagen, genug ist genug! Sie haben bereits genug Probleme für die Welt geschaffen", sagte Botschafter Zhang Jun am Donnerstag auf einer Videokonferenz zu einer Sitzung des Sicherheitsrats.

Zhang machte die Bemerkungen, nachdem Präsident Donald Trump einen Großteil seiner Rede bei der Generalversammlung dafür verwendet hatte, China vorzuwerfen, Informationen über die Coronavirus-Pandemie zurückgehalten zu haben.

Trump sagte am Dienstag, Peking habe dem Coronavirus erlaubt, "China zu verlassen und die Welt zu infizieren".

Der US-Vertreter bei der UNO, Kelly Craft, wiederholte auch Trumps Behauptungen und sagte, Pekings Aktionen hätten "eine lokale Epidemie in eine globale Pandemie verwandelt".

Zhang sagte jedoch, die USA hätten nur sich selbst zu beschuldigen.

"Die USA haben inzwischen fast sieben Millionen bestätigte Fälle und über 200.000 Todesfälle", sagte er. "Warum haben sich in den USA mit den fortschrittlichsten medizinischen Technologien und Systemen der Welt die meisten bestätigten Fälle und Todesfälle herausgestellt?"

"Wenn jemand zur Rechenschaft gezogen werden sollte, dann sollten es einige US-Politiker selbst sein", sagte Zhang.

Zhang fuhr fort, dass Washington verstehen muss, dass "eine Großmacht sich wie eine Großmacht verhalten sollte". Die Vereinigten Staaten "sind völlig isoliert", sagte er. "Es ist Zeit aufzuwachen."

Sein russischer Amtskollege, Botschafter Vassily Nebenzia, kritisierte Washington auch dafür, dass es die Plattform des UN-Sicherheitsrates genutzt habe, um unbegründete Anschuldigungen gegen eines der Mitglieder des Sicherheitsrates zu erheben.“

Seit Januar haben die USA mehr als 6 Millionen Coronavirus-Fälle in ihrer Bevölkerung gemeldet und nach Angaben der Johns Hopkins University über 200.000 Menschenleben durch das Virus verloren. Da das Land weiterhin weltweit führend ist, sowohl bei bestätigten Fällen als auch bei Todesfällen (6.977.658 bzw. 202.798), haben Gesundheitsexperten gewarnt, dass die USA in diesem Herbst auf eine weitere Infektionswelle zusteuern, insbesondere zu Beginn der Grippesaison.

China, das als erstes Land die Viruserkrankung gemeldet hat, hat bisher rund 85.322 bestätigte Fälle und 4.634 Todesfälle auf dem Festland gemeldet.

Trump, der wegen seinem Vorgehen gegenüber der Gesundheitskrise unter Kritik steht, hat wiederholt versucht, China für die Pandemie verantwortlich zu machen. Die Beziehungen zwischen den beiden Weltmächten haben unter der Trump-Regierung den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten erreicht.

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