Oct 18, 2020 00:06 Europe/Berlin
  • Bolton gibt zu,

Washington (PressTV) - Der frühere nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, gab zu, Zehntausende von Dollar vom Anti-Iran-Terroristen-Kult der Mudschahedin-e-Khalq-Organisation (MKO, besser bekannt als Monafeghin) erhalten zu haben, als die Gruppe noch eine verbotene Terroristen-Organisation warund nicht aus der schwarzen Liste Washingtons gestrichen worden war.

In einem Interview mit Al Jazeeras Moderator Mehdi Hassan wurde der anti-iranische Kriegshetzer gebeten, seine langjährige Feindseligkeit gegenüber der Islamischen Republik sowie seine Beziehung zu den Monafeghin darzulegen, die seit langem für den Tod, die Ermordung und die Folter von Tausenden von Iranern verantwortlich sind.

„Wie viel von Ihrer Abneigung gegen Iran hat mit Geopolitik zu tun, und wie viel mit der Tatsache, dass Sie eine lange Beziehung zu einer Gruppe namens MKO haben, die einst eine vom Außenministerium verbotene Terroristengruppe war, als Sie dort arbeiteten?“ fragte Hassan Bolton.

„Das erwähnen Sie in Ihrem Buch nicht. Ich habe in Ihrem Buch nachgesehen und die MKO wurde dort nicht erwähnt. Ich glaube, Sie haben Zehntausende von Dollar für mehrere Reden bekommen. Ich frage mich nur, wie sehr das Ihre Politik gegenüber Iran beeinflusst“, fragte der Moderator von Al Jazeera.

Der ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA nahm eine selbstbewusste Haltung ein und antwortete: "Sie wissen, dass ich Zehntausende von Dollar für Reden an liberalen Universitäten in den Vereinigten Staaten erhalten habe."

Bolton versuchte jedoch, die Schuld von sich abzuschieben, indem er sagte: "Tatsache ist, dass Hillary Clinton [ehemalige US-Außenministerin], vielleicht jemand, den Sie unterstützen, die MKO von der US-Liste der Terrororganisationen gestrichen hat."

Die Antwort von Bolton wurde von Hassan schnell abgelehnt, der argumentierte: "Sie hat sie 2012 abgenommen und Sie haben 2010 mit ihnen gesprochen, als sie noch eine verbotene Gruppe waren."

Während Bolton noch versuchte, die Tatsache zu verbergen, behauptete Hassan, "Sie haben 2010 in Paris bei einer MKO-Kundgebung gesprochen, als sie laut Außenministerium noch eine verbotene Gruppe waren".

Iran: Trotz Ermordung von tausenden Menschen wird MKO von USA und Europa geschützt

Die MKO hat seit dem Sieg der Islamischen Revolution Irans im Jahr 1979 zahlreiche Attentate und Bombenanschläge auf iranische Funktionsträger und Zivilisten durchgeführt. Es war zudem offenkundig auf der Seite des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein während seines Krieges gegen Iran in den Jahren 1980-88.

Von den fast 17.000 Iranern, die seit der Revolution bei Terroranschlägen getötet wurden, fielen etwa 12.000 den Terrorakten der Monafeghin zum Opfer.

Die terroristische Gruppe stand bis 2012 auf der US-Liste der Terrororganisationen. Große europäische Länder, darunter Frankreich, haben sie ebenfalls von ihren schwarzen Listen gestrichen. Die Anti-Iran-Terroristen genießen Aktivitätsfreiheit in den USA und in Europa und treffen sich sogar mit amerikanischen und EU-Verantwortlichen.

In Europa ist die Schurkeneinheit beheimatet, und das Geld der amerikanischen Steuerzahler hat die Gräueltaten der korrupten Gruppe finanziert.

Bolton hat zusammen mit US- und europäischen Persönlichkeiten, darunter dem persönlichen Anwalt von Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, bereits an mehreren jährlichen Konferenzen der Anti-Iran-Terroristengruppe in Albanien teilgenommen.

Trump sagte, seine Regierung strebe keinen Regimewechsel in Teheran an, aber iranische Regierungsverantwortliche weisen die Behauptung zurück und betonen, die USA hätten dies definitiv bislang getan, wenn sie es könnten.  

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