Dez 03, 2020 12:18 Europe/Berlin
  • Vor Jahrestag der Ermordung von General Soleimani: USA reduzieren Personal ihrer Botschaft in Bagdad

Bagdad (IRNA) - An der Schwelle zum ersten Jahrestag der Ermordung vom iranischen General Qassem Soleimani reduzieren die USA aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen Irans, ihr Personal in der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Dies teilte der Nachrichtensender CNN Donnerstagfrüh unter Berufung auf drei informierten Quellen mit.

Eine Quelle, die nicht genannt wurde, sagte dem CNN, diese Entscheidung sei am Dienstag in einer Sitzung der Politischen Koordinierungsausschüsse des National Security Council (NSC) getroffen worden.

Eine weitere Quelle gab bekannt, Botschaftspersonal sollten vor dem 3. Januar abgezogen werden. Der Abzug des Personals dauere dem Bericht zufolge wahrscheinlich bis Mitte Januar. Es ist noch unklar, wie viele Beamte die Botschaft verlassen werden.

Eine Militärquelle sagte auch dem CNN: "Iranische Regierungsverantwortliche wollen Rache und haben nicht vor, sich zurückzuziehen, aber die USA wissen, dass die Iraner keine Eile haben und möglicherweise für spätere Monate Planungen machen".

Beginn harter Vergeltung: Iran greift US-Stützpunkte im Irak an

Der Kommandant der Al-Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden General Qassem Soleimani wurde am 3. Januar zusammen mit dem irakischen Kommandeur der Volksmobilmachungskräfte Abu Mahdi al-Muhandis und ihren Gefährten bei einem terroristischen US-Drohnenangriff auf ihr Fahrzeug auf dem internationalen Flughafen von Bagdad getötet. Das Verbrechen wurde auf direkten Befehl von US-Präsident Donald Trump begangen.