Jan 23, 2021 09:13 Europe/Berlin
  • Das Weiße Haus: Washington wird Trumps Einigung mit Taliban überprüfen

Washington (ParsToday/IRNA) - Einer Erklärung des Weißen Hauses von Freitagabend zufolge habe der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, seinen afghanischen Amtskollegen darüber informiert, dass die USA das Abkommen der Trump-Regierung mit den Taliban überprüfen würden.

Zuvor hatte Anthony Blinken, Bidens Kandidat für das Amt des Außenministers, in einer Frage-und-Antwort-Sitzung mit Mitgliedern des Senats erklärt, er werde die Vereinbarung der Trump-Regierung mit den Taliban überprüfen.

Quellen in der afghanischen Regierung und den Taliban teilten zuvor mit, dass beide Seiten darauf warten, dass Biden das Weiße Haus betritt, um zu wissen, was er von der Einigung zwischen der Trump-Regierung und den Taliban hält.

Ein nichtgenannter Taliban-Verantwortlicher sagte gestern zu Reuters: "Wenn die amerikanische Seite ihren Verpflichtungen zum Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan nicht nachkommt, müssen wir schwierige Entscheidungen treffen."

Am 29. Februar gaben US-amerikanische und afghanische Verantwortliche bekannt, die USA und ihre NATO-Verbündeten würden ihre Streitkräfte innerhalb von 14 Monaten aus Afghanistan abziehen, wenn die Taliban ihren Verpflichtungen aus einem in Doha unterzeichneten Abkommen nachkommen würden.

Im Rahmen der in Doha erzielten Vereinbarung wurden auch 5000 Taliban-Gefangene aus afghanischen Regierungsgefängnissen entlassen, und die Regierung behauptet nun, dass viele von ihnen auf das Schlachtfeld zurückgekehrt sind. Im Rahmen des Abkommens sollten auch alle US-Truppen Afghanistan innerhalb von 14 Monaten verlassen.

Iran: Hastige Maßnahmen der USA hinter der Krise in Afghanistan

Trump, der behauptete, mit den Taliban eine Einigung erzielt zu haben und für Frieden und Sicherheit in Afghanistan zu arbeiten, konnte nur einen Teil der US-Truppen aus dem Land abziehen. Das Ende des Krieges in Afghanistan war eines der Dinge, von denen Trump träumte, um dies im Wahlkampf als eine Errungenschaft seiner Regierung zu verkaufen.

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