Feb 06, 2021 11:07 Europe/Berlin
  • USA wollen jemenitische Ansarullah von Terrorliste streichen

Washington (ParsToday/IRNA/Press TV) - Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat dem Kongress offiziell mitgeteilt, dass sie die jemenitische Ansarullah-Bewegung von der Terrorliste streichen werde.

"Außenminister [Antony] Blinken war sich darüber im Klaren, eine rasche Überprüfung der Bezeichnungen von Ansarullah als Terrororganisation vorzunehmen, da dies tiefgreifende Auswirkungen auf die Menschen im Jemen hat, in dem die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt heimgesucht wird", bestätigte ein Beamter des Außenministeriums, der nicht genannt wurde, am Freitag.

Der demokratische US-Senator Chris Murphy sah die US-Entscheidung als einen weiteren guten Schritt der US-Regierung.

Die Entscheidung fällt einen Tag, nachdem die Biden-Regierung ein Ende der amerikanischen Unterstützung für den saudischen Krieg gegen den Jemen angekündigt hat.

USA wollen Einstufung von Ansarullah als Terrororganisation überprüfen

Der Ex-US-Außenminister Mike Pompeo gab am 11. Januar, neun Tage vor dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden, bekannt, das US-Außenministerium habe den Kongress bereits über seine Entscheidung informiert, die jemenitischen Ansarullah in die Liste für "ausländische Terrororganisationen" aufzunehmen.

Trumps Regierung hat diese Entscheidung getroffen, während Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) seit 2015 mit der Unterstützung der USA und Großbritanniens massive Angriffe auf den Jemen begonnen haben.

Das Mitglied des Obersten Politischen Rates des Jemen Mohammed Ali al-Houthi bezeichnete am Samstag die Entscheidung der Biden-Regierung, die Unterstützung für den Jemen-Krieg zurückzuziehen, als "unzureichend".

"Die Entscheidung der USA, ihre Beteiligung [am Krieg] und das Kommando über die Aggressorstaaten zu beenden, reicht nicht aus. Dies ist die erste praktische Maßnahme, die Washington ergreifen muss", schrieb Mohammed Ali al-Houthi in einem Beitrag, der am frühen Samstag auf seiner offiziellen Twitter-Seite veröffentlicht wurde.

"Nach der Entscheidung der USA, die militärische Unterstützung für offensive Militäreinsätze im Jemen einzustellen, müssen sich die Verbündeten Washingtons auch dazu verpflichten, die Opfer zu entschädigen, ein Maßnahmenpaket zur Gewährleistung der Souveränität des Jemen zu erlassen, seine Unabhängigkeit und sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung anzuerkennen und jede militärische Aktion arabischer oder ausländischer Staaten als kriminelle Handlung zu betrachten", sagte al-Houthi weiter.

Mohammed al-Bukhaiti, ein weiteres Mitglied des Obersten Politischen Rates des Jemen, sagte diesbezüglich, die US-Regierung müsse verstehen, dass Taten mehr als Worte sagen.

Bukhaiti teilte dem libanesischen und arabischsprachigen Fernsehnachrichtensender al-Mayadeen am Freitagabend mit, die Ansarullah-Bewegung und die Nationale Heilsregierung im Jemen seien bereit, die Krise und den Krieg im arabischen Land zu beenden.

"Wir sind bereit für Gespräche, aber der Mechanismus der vorherigen Gespräche war nicht richtig", betonte er.

"Wenn die US-Regierung ehrlich ist, würde dies praktisch das Ende der [von Saudi-Arabien geführten] Aggression gegen den Jemen bedeuten. Der Krieg im Jemen endet, sobald alle Luftangriffe aufhören und ausländische Streitkräfte das Land verlassen", fuhr Bukhaiti fort.

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