Apr 23, 2021 20:38 Europe/Berlin
  • Konferenz, Moskau, 100 Jahre Wirtschaftsabkommen Sowjetunion-Deutschland, 99 Jahre Rapallo-Vertrag Sowjetunion-Deutschland

Die aggressive Politik der in der NATO geführten Staaten gegen das heutige Russland ruft seit dem Putsch in der Ukraine gegen die legitime ukrainische Regierung die Sorge vor einem Krieg in Europa hervor.

Von: Willy Wimmer

Am Montag, den 26. April 2021, 16 Uhr, beginnt eine Videokonferenz, veranstaltet von der russisch-deutschen Wirtschaftsallianz, aus Anlass dieser wichtigen Daten in der Geschichte beider Länder. Von russischer Seite nehmen hochrangige Experten unter Führung des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses beim Föderationsrat, Herrn Grigory Karasin, teil. Aus Deutschland nehme ich teil. Die gesamte Konferenz wird gedolmetscht, inklusive der Diskussion über Fragen, die von außen an die Konferenzteilnehmer gerichtet werden. Über den unten angegebenen Link können Sie sich- nach Angabe des Vorsitzenden der Wirtschaftsallianz.

Herrn Dr. Shmelkov- in die Konferenz einwählen.

 Aus Anlass meiner Teilnahme an dieser Konferenz aus aktuellem Anlass wegen der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen beider  Länder, aber auch wegen des historischen Bezuges, darf ich auf besondere Aspekte aufmerksam machen:

Wer in diesen Monaten auf besondere Daten in der gemeinsamen Geschichte unserer Völker, die Nachbarn unter Nachbarn sind, aufmerksam macht, der muss auf den achtzigsten Jahrestag des Krieges aufmerksam machen, der am 22. Juni 1941 durch das Deutsche Reich gegen die Sowjetunion begonnen wurde. Die Dimension des dadurch hervorgerufenen Elends verpflichtet Deutschland, die Dimension dieses Elends ins seinen Beziehungen zum russischen Volk und den Völkern der damaligen Sowjetunion als auf Dauer angelegte Verpflichtung für eigenes Handeln zu empfinden. Von Deutschland aus soll nichts anderes als die Verpflichtung zu einer Haltung und Politik der guten Nachbarschaft bestimmend sein.

 Die aggressive Politik der in der NATO geführten Staaten gegen das heutige Russland ruft seit dem Putsch in der Ukraine gegen die legitime ukrainische Regierung die Sorge vor einem Krieg in Europa hervor. Russland begegnet dieser anwachsenden und feindlichen Haltung durch "rote Linien", um die Chance auf Frieden zu bewahren. Wir haben den Wunsch nicht aus den Augen gelassen, mit unseren russischen Nachbarn in einem gemeinsamen und europäischen "Gemeinsamen Haus Europa" zu leben. Die "roten Linien" aus Moskau bieten die Chance, in Russland die "Schutzmacht für das Leben der Völker Europas" sehen zu können.