May 05, 2021 04:03 Europe/Berlin
  • Internationaler Al-Quds-Tag  

Die Islamische Republik Iran hat im Grundgesetz ihre Aufgabe verankert, den entbehrenden und unterdrückten Völkern auf der Welt zu helfen und sich verpflichtet, diese wichtige Verantwortung zu erfüllen.

                         

Gemäß dem Paragraphen 152 des Grundgesetzes „beruht die Außenpolitik der Islamischen Republik Iran   auf der Ablehnung jeglicher Form von Hegemonie und Selbstunterwerfung, sowie auf der Erhaltung allseitiger Unabhängigkeit und territorialer Integrität, der Verteidigung der Rechte aller Muslime und der Blockfreiheit gegenüber Hegemonialmächten“

Im  Artikel 154 des Grundgesetzes betrachtet die Islamische Republik es als eine religiöse Pflicht und ein Prinzip der islamischen Rechtsgebung, Unterdrückten zu helfen.  Dort wird folgendes  außenpolitisches Grundprinzip der Islamischen Republik Iran angeführt, nämlich:   

„Obwohl sie sich jeder Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen enthält, unterstützt sie den gerechten Kampf der Unterdrückten gegen die Unterdrücker in aller Welt.“

Imam Chomeini der Begründer der Islamischen Republik (rh) hat über die Bedeutung der Verteidigung der islamischen Gebiete gesagt:

„Die Verteidigung der Werte der Muslime und der islamischen Gebiete und des gesamten Ansehens der Muslime ist eine notwendige Sache und wir müssen uns auf die Ziele der Religion Gottes und die Verteidigung der Muslime vorbereiten.“

                          

Der Islam lehrt die Liebe zur Gerechtigkeit,  die Unterstützung für Unterdrückte, die Wahrung der menschlichen Werte und die Verwirklichung der gemeinsamen hohen Ziele der Menschheit.

Ayatollah Khamenei, jetziges Oberhaupt der Islamischen Revolution erklärte im vergangenen Jahr anlässlich des Internationalen Al-Quds-Tages:

Zurzeit zählt die Welt genau die Zahl der Corona-Opfer überall auf der Erde. Aber niemand hat bislang danach gefragt, wer für den Märtyrertod bzw. die Gefangenschaft oder das Verschwinden von Hunderttausenden von Menschen in den Ländern verantwortlich ist, in denen die USA und Europa das Feuer des Kriegs entfacht haben? Wer muss für all das unschuldige Blut, welches in Afghanistan, Jemen, Libyen, Irak, Syrien und anderen Ländern vergossen wurde, gerade stehen?

Wer ist für all die Verbrechen, die Beschlagnahmung und Zerstörung und die Unterdrückung in Palästina verantwortlich?  Warum hat niemand diese Millionen von unterdrückten Kindern, Frauen und Männern in der Islamischen Welt gezählt? Warum hat niemand sein Beileid zu dem Massaker an den Muslimen ausgesprochen?  Warum müssen Millionen Palästinenser 70 Jahre lang fern ihrer Heimat  in der Verbannung leben?  Und wieso darf die Heiligkeit des heiligen  Al-Quds – die erste Gebetsrichtung der Muslime –  verletzt werden?  Die so genannten Vereinten Nationen kommen nicht ihrer Pflicht nach und die so genannten Menschenrechtsorganisationen sind tot. Die Devise `Verteidigung der Rechte von Kindern und Frauen`  schließt  nicht die unterdrückten Kinder und Frauen in Jemen und Palästina mit ein. So sieht es aus mit den unterdrückerischen westlichen Mächten und den abhängigen internationalen Gremien,  und um einige Regierungen in der Region, die ihnen folgen, ist es hinsichtlich der Würdelosigkeit so schlimm bestellt, dass es sich nicht in Worte fassen lässt.  Die tapfere gläubige Muslimengemeinde muss sich also auf sich selber und auf ihre inneren Kräfte verlassen. Sie muss handeln und in Vertrauen auf Gott die Hindernisse überwinden.“

                        

Vor 72 Jahren hat das illegale israelische Regime seine Existenz in den besetzten Gebieten Palästinas ausgerufen und  dieses Regime  hat die Al-Aqsa Moschee in Al-Quds (sprich: Bait-ul-Moqadas, sprich: Jerusalem, sprich erste Gebetsrichtung der Muslime)  okkupiert. Das zionistische Regime ist überhaupt durch Terrorakte und Okkupation entstanden. Es hat nach Bekanntgabe  des so genannten Jahrhundertdeals inzwischen eine Politik in Angriff genommen, die darauf abzielt die Rechte der Bevölkerung von Palästina für immer zu verletzen und die Palästinafrage in der internationalen öffentlichen Meinung  auszulöschen.   

Das israelische Regime hat mithilfe der USA und einiger  geblendeter Regimes in der Region zahlreiche Verbrechen begangen und setzt diese auch im Monat Ramadan fort. Sein Vorgehen ist noch aggressiver geworden, aber es gibt auch Anzeichen für die Schwäche dieses Regimes.

Die Zionisten wollen mit ihrer verbrecherischen Politik den Widerstand der unterdrückten palästinensischen Nation  brechen  und stellen deren berechtigte Verteidigung ihrer Heimat als Terrorismus und friedensfeindlich dar. Sie  wollen durch Täuschungen dem palästinensischen Volk einseitige kompromisslerische Projekte aufzwingen. 

Aber die Front des Widerstandes hat das Schicksal Palästinas verändert und die Hegemonialbestrebungen der USA und des Besatzerregimes und ihrer regionalen Handlanger ernsthaft herausgefordert. Ihre stetige Standhaftigkeit  hat bereits mehrere amerikanisch-israelische Projekte vereitelt.

Saadullah Zarei, Analytiker für Fragen der Islamischen Welt, sagt: 

„Der Widerstand und die Intifadas haben die Palästinafrage als wichtigste Frage der Islamischen Welt bewahrt und nicht zugelassen, dass das palästinensische Ideal  durch kompromisslerische Projekte  an den Rand gedrängt wird.“

Die Geschichte lehrt, dass die Herstellung eines umfassenden und gerechten Friedens auf der Welt nur durch Beendigung der Unterdrückung und Gewalt , durch die Anerkennung der Rechte der Völker, der religiösen und kulturellen Werte und durch das Festhalten an dem Grundsatz, dass die Völker selber ihr Schicksal bestimmen müssen, erreichbar ist.

                              

Nun sind fast 7 Jahrzehnte vergangen, seitdem Palästina welches zu den Islamischen Gebieten gehört, von den Zionisten besetzt wurde. 

Die Okkupation und die Proklamation des illegalen Staates Israel im Jahre  1948 ging mit der Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat einher. Die Palästinenser haben in all den vergangenen Jahren viel Leid erlitten. In den besetzten Gebieten haben sie Diskriminierung, Bedrohungen und Erniedrigungen erlebt, und im Gaza Streifen und im Westjordanland sind sie einer schweren Blockade oder Repressalien und Entbehrungen ausgesetzt.

Das israelische Besatzerregime verfolgt vorrangig zwei strategische Ziele: Die Schwächung der Achse des Widerstandes und die Fortsetzung des Normalisierungsprozesses der Beziehungen Israels mit den arabischen Ländern.  Einige reaktionäre arabische Regime in der Region  haben Seite an Seite mit den westlichen Staaten und dem zionistischen Regime  in den Medien Agitationen begonnen um den üblen Plan des Jahrhundertdeals umzusetzen.

 Aber Ali Akbar Welayati, Generalsekretär des Weltforums für Islamisches Erwachen, betont das Scheitern dieses Planes und  erklärt:

„Die Amerikaner und Zionisten haben nach Scheitern dieses Planes  zur Täuschung der  öffentlichen Meinung vor den inländischen Wahlen  und mit einem schändlichen Projekt, ihre Handlanger in der Region dazu gebracht, ihre heimlichen und elenden Beziehungen publik zu machen und zu normalisieren, um auf diese Weise  der zionistischen Lobby einen weiteren Dienst zu erwiesen. Aber das Puzzle des Verrates an dem palästinensischen Ideal wird letztlich in sich zusammenstürzen und zu dem Verfallsdatum der unterwürfigen Herrscher führen. Unterdessen werden sich die wachen, freien, gläubigen, Gerechtigkeit liebenden und Gerechtigkeit fordernden Menschen mit Verantwortungsbewusstsein in der Geschichte und insbesondere in diesem wichtigen historischen Zeitabschnitt dank Wachsamkeit, Klugheit und ihres Weitblicks gegen die reaktionären  Herrscher wehren und ihren Ruf nach Gerechtigkeit, Unabhängigkeit und den Idealen und der Befreiung des unterdrückten Palästinas erschallen lassen.“

Welayati sagt , dass der 50jährige Widerstand und 20 Jahre direkter Kampf der Bevölkerung von Palästina und Libanon gegen das  zionistische Regime, das von einem Land vom Nil bis Euphrat träumt,  dieses Regime in seinen Trennmauern wie eine Spinne in ihrem eigenen Netz eingesperrt hat . Unterdessen habe  der Widerstand den Völkern gegenüber der Scheinmacht des zionistischen Regimes und der arroganten und reaktionären Gewaltherrscher, zum Erwachen,  Selbstvertrauen und Glauben an die Verheißungen Gottes verholfen .

                        

Der illegale Staat Israel will als erstes, trotzdem es ein Besatzerregime ist, Legitimierung erreichen, das hat es aber nicht geschafft, denn der palästinensische Widerstand steht ihm im Wege. Außerdem will Israel komplett über Al-Quds (Jerusalem), welches die erste Gebetsrichtung der Muslime war und wo die  Al-Aqsa Moschee steht, herrschen und den islamischen Charakter von Al-Quds und Palästina auslöschen. Seit 1967 befindet sich Al-Quds ( Bait-ul-Moqadas)  unter israelischer Besatzung.

Dieses historische Unrecht darf aus der Sicht der Islamischen Revolution nicht geduldet werden. Zweifelsohne haben die gerechten Standpunkte dieser Revolution das Thema Widerstand gegenüber den arroganten Gewaltmächten neu in die Diskussion eingebracht.  Einer der Faktoren dafür, dass das Projekt zur Aufsplitterung der islamischen Gebiete und Veränderung der politischen Geografie in der Region misslang, besteht zweifelsohne in dem Zusammenschluss der Muslime in der Region und auf der Welt.

Imam Chomeini (rh) der Vater der Islamischen Republik Iran hat gestützt auf das gerechte Denken der Islamischen Revolution den letzten Freitag im Monat Ramadan zum Al-Quds-Tag erklärt, damit er zu einer weitgehenden Erhebung für das Islamische Erwachen und zur Unterstützung der Rechte des unterdrückten palästinensischen Volkes gegenüber den internationalen arroganten Mächten und dem internationalen Zionismus seitens der Muslime und aller Gerechtigkeitsliebenden auf der Welt  führt.  

Dieser mutige und bedeutende Schritt zeigt, dass die Frage Al-Quds und Palästina die wichtigste Frage für die Islamische Welt darstellt.

Zwar findet  dieses Jahr der Fußmarsch anlässlich des internationalen Al-Quds-Tages wegen der Pandemie Corona nicht statt aber seine Botschaften haben bereits als Wahrzeichen für den Kampf gegen Ungerechtigkeit und die Ablehnung der Okkupation in der Region und auf der Welt Widerhall gefunden.

Die wichtigsten Ziele des Internationalen Al-Quds-Tages bestehen darin die  Einheit in der Islamischen Welt zu fordern, das Schicksal Palästinas als ihr höchstes Anliegen zu behandeln und der unterdrückten palästinensischen Bevölkerung Hoffnung zu spenden.  

Nun, wo die Feinde heimlich und offensichtlich nach einer vollständigen Okkupation Palästinas und Beherrschung der materiellen und immateriellen Ressourcen in Westasien trachten obliegt den Denkern und Elitekräfte eine historische Aufgabe. Es ist von schicksalhafter Bedeutung,  die Ausmaße von Plänen wie dem Projekt zur Normalisierung der Beziehungen und des so genannten Jahrhundertdeals sowie die Folgen der Kapitulation und des so genannten Versöhnungsprozesses zu schildern. Die Persönlichkeiten der Islamischen Welt müssen der muslimischen Gemeinde nahebringen,  dass der Widerstand die einzige Lösung zur  Befreiung des unterdrückten Palästinas ist.  

Revolutionsoberhaupt  Ayatollah Khamenei hat gegenüber den  Gästen des 13. interparlamentarischen Treffens muslimischer Länder die Palästinafrage als die wichtigste Frage der Islamischen Welt bezeichnet und gesagt: „Im Zusammenhang mit Palästina sind folgende drei Ereignisse vorgekommen: Besatzung des Heimatlandes, kollektive Verbannung von mehreren Millionen Menschen, sowie ein Massaker und gewaltige Verbrechen gegen die Menschheit und dieses Unrecht ist in der Geschichte außergewöhnlich.“

In der Erklärung zum Zweiten Schritt der Revolution hat der Revolutionsführer diesbezüglich gesagt:

Die Islamische Revolution hat mutig die Unterdrückten und Geschwächten verteidigt. Diese Aufrichtigkeit und Stärke, diese weltweite und regionale Unterstützung für die Unterdrückten auf der Welt, gereichen dem Iran und den Iranern zur Ehre, und so möge es immer sein!

In seiner Fernsehansprache anlässlich der Geburt des Imams der Zeit (Gott möge sein Erscheinen beschleunigen) hat das Revolutionsoberhaupt  erklärt:  „Corona darf nicht dazu führen, dass das Unrecht und die Unterdrückung, welche den verschiedenen Völkern darunter der Bevölkerung von Palästina und Jemen seitens der Weltmächte widerfährt, in Vergessenheit gerät.“

 

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