Jul 24, 2021 11:46 Europe/Berlin
  • Venezuela wirft den USA Verletzung seiner Lufthoheit  vor

Caracas (ParsToday) - Venezuela hat dem US-Militär vorgeworfen, seinen Luftraum entlang der Grenze des südamerikanischen Landes zu Kolumbien verletzt zu haben.

Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte am Freitag in einer Erklärung mit, ein C-17-Flugzeug der US-Luftwaffe sei einen Tag zuvor kurzzeitig über das Perija-Gebirge im westlichen Grenzstaat Zulia geflogen.

In der Erklärung des venezuelanischen Verteidigungsministeriums hieß es dazu weiter, der "schwere Militärtransporter vom Typ C-17" der USA sei "für einen Zeitraum von drei Minuten in die Lufthoheit  Venezuelas eingedrungen ... und machte eine Reise von ungefähr 14 Seemeilen".

In dieser Erklärung wurde außerdem die Verletzung als "eklatante Provokation" bezeichnet, die während einer gemeinsamen Militärübung zwischen den USA und Kolumbien in der Nähe der Karibik-Küste stattfand.

Es ist laut dieser Erklärung das 21.Mal, dass ein US-Flugzeug im aktuellen Jahr den venezolanischen Luftraum verletzt.

"Sie führen Aufklärungsflüge im geophysikalischen Raum Venezuelas durch, und daher schließen wir andere mögliche feindliche Aktionen nicht aus, die unsere Souveränität und territoriale Integrität verletzen", so das venezolanische Verteidigungsministerium.

Das Verteidigungsministerium unterstricht außerdem, dass der venezolanische Präsident Nicolas Maduro "präzise Anweisungen gegeben hat, um wachsam zu bleiben und auf jede Aggression energisch zu reagieren".

Das venezuelanische Verteidigungsministerium wiederholte, dass die US-Stützpunkte in Kolumbien eine ernsthafte Bedrohung seien, die die Stabilität in der lateinamerikanischen Region erheblich beeinträchtigt hätten.

Am 16. Juli meldete die kolumbianische Luftwaffe gemeinsame militärische Trainingsübungen mit den USA "mit dem Ziel, die Interoperabilität mit den verbündeten Ländern zu verbessern".

Venezuela hat keine diplomatischen Beziehungen zu den USA und Kolumbien.

Die Beziehungen zwischen Washington und Caracas waren unter dem damaligen US-Präsident Donald Trump angespannt, der Venezuela und seiner staatlichen Ölgesellschaft PDVSA lähmende Sanktionen auferlegte.

Venezuelas Politik ist seit Januar 2019 in Aufruhr, als sich Guaido, ehemaliger Präsident der Nationalversammlung,  einseitig zum "Interimspräsidenten" erklärte und argumentierte, Maduros Wiederwahl im Vorjahr sei betrügerisch gewesen.

Die Trump-Regierung erkannte Guaido als den "legitimen" Präsidenten  Venezuelas an und strebte  öffentlich  einen Regimewechsels in Caracas an.