Jul 28, 2021 11:36 Europe/Berlin
  • Angriff auf kubanische Botschaft in Paris / Havanna macht USA verantwortlich

Paris (Press TV/ParsToday) - Kuba hat die USA für einen Angriff auf seine Botschaft in der französischen Hauptstadt Paris verantwortlich gemacht und erklärt, Washington ermutige zu solchen gewalttätigen Aktionen gegen das lateinamerikanische Land.

Die kubanische Botschaft in Paris ist am Montag nach Angaben der Regierung in Havanna mit Molotowcocktails angegriffen worden.

Die Botschaft wurde nach Angaben des kubanischen Außenministeriums gegen 23.45 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag Uhr von drei Brandsätzen getroffen. Zwei trafen demnach die Fassade, einer landete im Inneren des Gebäudes und entfachte ein Feuer. Der Brand sei von den Botschaftsangehörigen gelöscht worden. 

Nach Angaben der Feuerwehr „wurden die Geräte, die kleinere Brandschäden hatten, vor dem Eintreffen der Feuerwehrleute gelöscht“.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez verurteilte auf Twitter den "terroristischen Angriff" und machte die USA dafür verantwortlich.

"Ich mache die US-Regierung verantwortlich", schrieb der kubanische Außenminister, denn deren Kampagne gegen Kuba würde ein solches Verhalten fördern.

Das französische Außenministerium teilte mit, dass das Sicherheitsaufgebot rund um das Botschaftsgebäude verstärkt wurde. Verletzte habe es keine gegeben, lediglich materieller Schaden sei zu beklagen, hieß es. 

Kubas Präsident wirft USA "gescheiterte Zerstörungsversuche" vor

Kuba hat die USA beschuldigt, Unruhen im Land zu provozieren. Mehrere Tage zuvor hatten die Unruhen zu mindestens einem Todesfall, Dutzenden Verletzten und mehr als 100 Festnahmen geführt. Die Proteste gegen die Regierung von Präsident Miguel Diaz-Canel brachen aus, als Kuba die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren erlebte, wobei die Strom- und Lebensmittelknappheit durch das US-Embargo verschärft wurde.

Diaz-Canel machte ebenfalls das US-Embargo für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich.

Bei den jüngsten Entwicklungen forderte US-Außenminister Antony Blinken Havanna auf, "die gesetzlich garantierten Rechte und Freiheiten des kubanischen Volkes zu respektieren" und "die Inhaftierten freizulassen, die ihr Recht auf friedliche Proteste ausgeübt haben".

Brasilien, Kolumbien und Ecuador unterstützten den Aufruf am Montag.

Rodriguez schrieb in einem separaten Tweet, dass die „Aussagen des US-Außenministers auf der Unterstützung einiger Länder beruhen, die unter Druck gesetzt wurden, seine Dekrete zu akzeptieren“.

"Kuba hat die Unterstützung von 184 Ländern, die alle zum Stopp des Embargos aufrufen", schrieb Rodriguez wobei er sich auf die langjährigen US-Sanktionen gegen das kubanische Volk bezog.

Im vergangenen Monat stimmten insgesamt 184 Länder für eine Resolution, die das Ende der US-Wirtschaftsblockade gegen Kuba fordert. Zahlreiche UN-Resolutionen haben bisher gezeigt, dass die US-Sanktionen gegen Kuba gegen internationale Gesetze verstoßen.

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