Nov 21, 2021 10:57 Europe/Berlin

Ouagadougou (ParsToday/PressTV) - Französische Truppen haben in Burkina Faso mehrere Demonstranten angeschossen und verletzt, die einen französischen Militärkonvoi auf dem Weg nach Niger blockierten.

Medien zitierten lokale Quellen mit der Aussage, dass vier Menschen in der Stadt Kaya nördlich der Hauptstadt wegen Schussverletzungen, die ihnen die französischen Soldaten am Samstag zugefügt hatten, behandelt wurden.

"Als die Demonstranten näher kamen, feuerten Soldaten Warnschüsse ab", sagten lokale Quellen. Einige der Demonstranten in der Demo erhielten jedoch "Schusswunden".

„Die Notaufnahme des Krankenhauses Kaya hat vier Menschen mit Schussverletzungen aufgenommen“, berichtete eine medizinische Quelle.

Eine französische Militärquelle bestritt, dass bei dem Vorfall irgendjemand verletzt worden sei, und lehnte jede Verantwortung ab. "Durch die Aktionen des französischen Militärs wurde niemand verwundet", wurde die französische Militärquelle von der Nachrichtenagentur AFP zitiert.

Der Konvoi, der durch die ehemalige französische Kolonie nach Niger fuhr, war bereits in dieser Woche durch Proteste in der Weststadt Bobo Dioulasso und in der Hauptstadt Ouagadougou gestoppt worden, wo lokale Sicherheitskräfte Tränengas einsetzen mussten, um die Demonstranten zu zerstreuen.

Unter dem Vorwand, die Ausbreitung extremistischer militanter Kräfte dort zu bekämpfen, sind französische Truppen in der weiteren Sahelzone stationiert.

Es wurde jedoch berichtet, dass der Konvoi von etwa 60 Lastwagen, Waffen an die Militanten liefert.

Frankreich hat vor kurzem trotz Ablehnung seines Präsenz in der instabilen Region mehr Truppen in der Sahelzone stationiert. 

Die Vereinten Nationen erklärten im Juli letzten Jahres, dass sich die Terroranschläge in Westafrika so schnell ausbreiteten, dass die Region erwägen müsse, ihre Reaktion über die aktuellen militärischen Bemühungen hinaus zu verstärken.

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