Nov 27, 2021 07:54 Europe/Berlin
  • Russland: Die Iraner tun nichts unter Druck

Wien (ParsToday/FarsNews) - Laut Russlands Gesandtem bei internationalen Organisationen mit Sitz in Wien ist die Drohung der USA, eine außerordentliche Sitzung des Gouverneursrats einzuberufen, wenn Iran nicht kooperiert, nicht konstruktiv.

Es sei offensichtlich, dass unsere amerikanischen Kollegen die Geduld verloren haben, aber ich denke, wir müssen alle unsere Emotionen kontrollieren, sagte Michail Uljanow am Freitag auf einer Pressekonferenz mit seinem chinesischen Amtskollegen in Wien. Uljanow fügte hinzu: "Ich begrüße diese besondere Erklärung der amerikanischen Delegation [bei der Internationalen Atomenergiebehörde] nicht. Denn, sie ist nicht konstruktiv."

Der US-Gesandte bei internationalen Organisationen mit Sitz in Wien warf Iran am vergangenen Donnerstag vor, nicht mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenzuarbeiten, und drohte, dass der IAEA-Gouverneursrat bei einer Fortsetzung des Verhaltens, eine außerordentliche Sitzung einberufen würde, um "diese Krise" anzugehen.

Die erste Runde der Wiener Gespräche unter der Regierung von Ebrahim Raisi, dem neuen Präsidenten des Iran, ist für den 29. November in Wien geplant. Iran erklärte, dass die Bemühungen zur Aufhebung aller Sanktionen der wichtigste Tagesordnungspunkt der iranischen Delegation bei diesen Gesprächen sein werden. Bisher wurden in Wien sechs Gesprächsrunden geführt, die jedoch am Beharren der USA auf irrationalen Positionen scheiterten. Die Regierung von Joe Biden gibt an, durch die Wiener Gespräche den Weg für die Rückkehr der USA in den JCPoA ebnen zu wollen. Aber das Weiße Haus hat bislang nichts unternommen, um zu beweisen, dass die Biden-Administration die Politik ihrer Vorgängerregierung, also die Politik des maximalen Drucks, ablehnt.

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