Jan 20, 2022 11:23 Europe/Berlin
  • Russland fordert Westen auf, Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen

Moskau (Press TV/ParsToday) - Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Moskau und dem Westen hat der stellvertretende russische Außenminister Sergej Ryabkov westliche Länder aufgefordert, die Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen.

In seiner Rede am Mittwoch in Moskau bezeichnete Ryabkov eine solche militärische Hilfe als eine Bedrohung für sein Land, und sah die Lage um die europäische Sicherheit als "kritisch" an.

Früher am Tag bestätigte ein hochrangiger US-Regierungsverantwortlicher, dass Washington weitere Sicherheitshilfe in Höhe von 200 Millionen Dollar für die Ukraine genehmigt hat. Im vergangenen Jahr hat das Weiße Haus Militärhilfe von 450 Millionen Dollar für die Ukraine zugesagt.

Großbritannien liefert Waffen an Ukraine

Auch Großbritannien versorgt die Ukraine unter dem Vorwand eines drohenden Angriffs durch Russland mit Panzerabwehrwaffen.

Die erste Lieferung von Panzerabwehrwaffen sei am Montag in der Ukraine eingetroffen, teilte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace mit.

CNN: USA liefern mehr Waffen an Ukraine

Die US-Regierung unter Joe Biden wird laut einem Regierungsverantwortlichen ebenfalls mehr Waffen nach Kiew schicken, wenn die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine zunehmen.

Die USA prüfen nicht nur, wie sie dem Militär und der Regierung der Ukraine helfen können, eine Invasion abzuwehren, sondern prüfen auch Optionen, um die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte zu stärken, einer möglichen russischen Besetzung zu widerstehen, berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsverantwortlichen, der nicht genannt wurde.

Russland führte letzte Woche drei Gesprächsrunden mit den Vertretern der USA, NATO und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die Gespräche führten aber zu keinem Ergebnis.

Ryabkov sagte letzte Woche, dass die Gespräche mit dem Westen über die Sicherheitsfragen und Spannungen um die Ukraine in eine „Sackgasse“ geraten seien.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gab am Dienstag bekannt, dass der russische Präsident Wladimir Putin bei seinem Peking-Besuch im nächsten Monat seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping über Moskaus Gespräche mit der NATO informieren werde. 

Putin wird am 4. Februar an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Peking teilnehmen.

Russland hat von der Nato Garantien verlangt, eine Osterweiterung zu vermeiden.

Die westlichen Länder werfen Russland vor, einen Angriff auf die Ukraine vorzubereiten, was Moskau als haltlose Behauptung zurückwies.