Jun 24, 2022 06:47 Europe/Berlin
  • US-Höchstgericht unterstreicht Recht auf Tragen von Schusswaffe in der Öffentlichkeit

Washington (ParsToday/FarsNews) - Nur wenige Wochen nach einem Schusswaffenangriff an einer Schule in der Stadt "Buffalo" ( Bundesstaat New York) hat der Supreme Court (das Höchstgericht der USA) in einem am Donnerstag verkündeten Urteil das Recht der Bürger auf Besitz und Tragen von Schusswaffen unterstrichen.

Dem Urteil war eine Entscheidung des Bundesstaates New York  vorausgegangen, der kürzlich den Zugang zu Schusswaffen nach einem rassistisch motivierten Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in der Stadt Buffalo eingeschränkt hatte.

Mit den Stimmen von sechs gegen drei Richtern annullierte der Supreme Court ein Gesetz des Bundestaates New York, das für eine Waffenlizenz den Nachweis von besonders zwingenden Gründen zur Selbstverteidigung verlangte.

Am Supreme Court sind die konservativen Richter seit der Amtszeit des früheren Präsidenten Donald Trump in der Mehrheit. Drei der Richter wurden von Trump ernannt.

Doch in der Metropole regt sich Widerstand, auch wenn die Meinungen in der Bevölkerung auseinandergehen.

Die New Yorker haben Grund genug, um sich Sorgen wegen der unzähligen Schießereien in ihrer Stadt zu machen: Fast 600 waren es allein schon in diesem Jahr. Etwa 700 Menschen wurden verletzt oder starben durch Projektile.

Die einflussreiche Waffenlobbyorganisation National Rifle Association (NRA) begrüßte umgehend die Entscheidung und feierte einen „Sieg“. Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul sprach hingegen von einem „schwarzen Tag“. Die Gerichtsentscheidung sei „absolut schockierend“, sagte sie.

Das Urteil des US-Höchstgerichts  fällt in eine Zeit, in der der Kongress unter dem Eindruck der jüngsten Schusswaffenmassaker in Buffalo, New York, und Uvalde, Texas, an neuer Waffengesetzgebung arbeitet.

Unterdessen hat der US-Senat als Reaktion auf  Blutbad an einer Grundschule in Texas  eine leichte Verschärfung des Waffenrechts beschlossen. Mit einer überparteilichen Mehrheit stimmten die Senatoren unter anderem dem Plan zu, Waffenkäufer, die noch keine 21 Jahre alt sind, intensiver zu überprüfen.