Aug 06, 2022 07:11 Europe/Berlin
  • Wiener Gespräche zur Aufhebung anti-iranischer Sanktionen werden auf Expertenebene fortgesetzt

Wien (ParsToday/IRNA) - Experten der Islamischen Republik Iran haben am Freitag gemeinsam mit "Behruz Kamalvandi", dem Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation, das Hotel "Coburg" in Wien betreten, um die Verhandlungen über die Aufhebung der Sanktionen fortzusetzen.

Die Verhandlungsdelegation der Islamischen Republik Iran unter der Leitung von Ali Bagheri-Kani hält sich ebenfalls in Wien auf, um die Verhandlungen über die Aufhebung der Sanktionen fortzusetzen.

Iranische Diplomaten betonten, dass die Stabilität des Abkommens in seinem Gleichgewicht und Vertrauen gegen Vertrauen stehe.

Nach Angaben iranischer Diplomaten seien  die mutmaßlichen Sicherheitsprobleme durch politischen Druck geschaffen und  mit politischem Druck fortgesetzt worden, seien  politischer Natur und sollten nicht als Vorwand  für den künftigen Missbrauch  gegen den Iran verwendet werden.

Iranische Diplomaten äußerten sich auch zur Atmosphäre der Gespräche in Wien und erklärten,  jetzt seien die entscheidenden Stunden und die von der iranischen Seite geforderte Zusicherung  solle schnellstmöglich eingeholt werden.

Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister der Islamischen Republik Iran, berichtete unterdessen vor Mitgliedern des Parlamentsausschusses "Artikel 90" über den Prozess der Wiener Atomgespräche und sagte: Für das Verhandlungsteam sind Irans wirtschaftlicher Nutzen aus dem Abkommen, die Einhaltung der roten Linien und der Erhalt der einheimischen friedlichen nuklearen Fähigkeiten und Technologien von großer Bedeutung.

Diese Woche hat eine neue Verhandlungsrunde in Wien begonnen.

An dem Treffen in Wien nehmen  EU-Verhandlungsführer Enrique Mora, der iranische Chefunterhändler Ali Bagheri-Kani, der US-Chefunterhändler  Robert Malley sowie Diplomaten aus Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland teil.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen am 08. Mai 2018 aufgekündigt und neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt. Ein Jahr später fing auch Iran an, seine Verpflichtungen aus dem gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA/Atomabkommen) schrittweise zurückzufahren.

Vor dieser Runde haben die Verhandlungen über die Aufhebung der repressiven und rechtswidrigen Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran dank der Initiativen des iranischen Verhandlungsteams Fortschritte gemacht. Aber die Weigerung  der Biden-Regierung, die durch die  illegalen Handlungen der vorherigen amerikanischen Regierung entstandenen Schäden  zu kompensieren, sowie  die Fortsetzung der Politik  des sogenannten "maximalen Drucks"  haben  Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Landes aufkommen lassen, zum JCPOA zurückzukehren.