Sep 18, 2022 06:05 Europe/Berlin
  • Chiles Präsident weigert Annahme des  Akkreditierungsschreibens des neuen israeliischen Botschafters/ Tel Aviv reagiert

Santiago de Chile/Tel Aviv (ParsToday/MehrNews) - Die Weigerung des chilenischen Präsidenten Gabriel Boric, das Beglaubigungsschreiben des neuen israelischen Botschafters in Santiago anzunehmen, hat massive Kritik in Israel aber auch bei Zionisten außerhalb des Landes hervorgerufen.

Am Donnerstag hatte der neue israelische Botschafter in Chile  Gil Artzjeli sein Beglaubigungsschreiben an das  Staatsoberhaupt von Chile übergeben wollen. Ihm wurde aber mitgeteilt, dass das Treffen mit dem chilenischen Präsidenten wegen der "Tötung palästinensischer Kinder in Gaza"  nicht stattfindet. Zuvor war ein 17-jähriger Palästinenser bei einem israelischen Militäreinsatz allerdings in Westjordanland ums Leben gekommen.

Die Akkreditierung soll nun im Oktober nachgeholt werden.

Das American Jewish Committee bezeichnete diese Aktion als beispiellos und fügte hinzu: Boric muss das Risiko eines irreparablen Schadens für die Beziehungen zwischen  Israel  und Chile in Kauf nehmen.

Auch die jüdische Gemeinde in Chiles´ reagierte auf diesen Vorfall und bezeichnete ihn als „schwerwiegenden diplomatischen Vorfall“ und behauptete, es sei eine Beleidigung der über 70-jährigen Freundschaft zwischen Chile und Israel.

Zur gleichen Zeit, als die Israelis  den chilenischen Präsidenten angriffen, lobten muslimische und arabische Aktivisten seine Position, die darin bestand, die Sache Palästinas zu unterstützen und die Verbrechen des zionistischen Regimes abzulehnen.

In diesem Zusammenhang würdigte "Muhammed Al-Saghir", eines der Mitglieder des Kuratoriums der Union der muslimischen Gelehrten, den Schritt des chilenischen Präsidenten und sagte: In  einer Zeit, in der einige arabische Länder versuchen, die Beziehungen zum  israelischen Regime zu normalisieren, weigerte sich der chilenische Präsident, den neuen Botschafter dieses Regimes in seinem Land wegen dessen Aggressionen im Gazastreifen und im Westjordanland zu empfangen.

Angaben  der palästinensischen Zentren zufolge kamen   seit Anfang 2022 31 Personen in Dschenin, 18 Personen in Nablus, 11 Personen in Bethlehem, 9 Personen in Ramallah und Al-Bireh, 9 Personen in Al-Khalil (Hebron), 9 Personen in Quds (Jerusalem), 2 Personen in Qalqilya (Deutsch: Kalkilia) , 2 Personen in Tubas, eine  Person in Jericho und eine Person in Tulkarm bei israelischen Militäreinsätzen ums Leben.

 

 

 

 

 

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