Jan 03, 2020 11:25 CET

Hörerpostsendung am 29.12.2019 Bismillaher rahmaner rahim - Radio ist gut in allen Lagen des Lebens!!! Dieses Motto vertritt bestimmt nicht nur einer der Hörer- und Hobbyfreundinnen und -freunde unter Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer unsrer Hörerpostsendung. Wer es aber geschrieben hat, verraten wir Ihnen dann im Laufe der Sendung.

Auch heute möchten wir wieder die Freude zum Ausdruck bringen, die wir angesichts der 

Fortsetzung der Kurzwellenausstrahlung für das deutsche Programm von IRIB-Parstoday

empfinden.      Herzlich Willkommen !

 

Obwohl auch wieder einige Post in Teheran eingetroffen ist, wollen wir aber zunächst einige Mails von Ihnen in Reaktion auf die Fortsetzung der Kurzwellensendung als auch auf unsere Festagsgrüße vorlesen.

Los geht es mit den Zeilen unseres Stammhörers Heinz-Günter Hessenbruch:

„Guten Tag liebe Freunde in Teheran, das sind ja mal gute Nachrichten!Ich freue mich - habe täglich die 7295 kHz eingeschaltet, es ist noch nicht optimal...kann SINPO-Werte 2 bis 3 vergeben - aber eher 2, denn der Empfang schwankt innerhalb der Sendung sehr stark. Aber das wird sich einrenken.Danke für die guten Wünsche zu den Feiertagen, wünsche Ihnen und Ihren Familien friedliche Tage zum Jahreswechsel und in 2020, Gesundheit und Zufriedenheit.Ihr Stammhörer Heinz Günter Hessenbruch“

 

„Hallo, liebe Redaktion in Teheran,anbei nochmals drei Empfangsberichte.Eine freudige Überraschung, dass IRIB nun doch vorerst auf der Kurzwelle bleibt. Vielen Dank an die Verantwortlichen und vielen Dank der Redaktion.Viele Grüße von Eurer Hörerfreundin Martina“

 

„Vielen Dank für Ihre Bemühungen, dass die Kurzwellenprogramme weitergeführt werden können. Alles Gute Ihnen von Dieter Feltes“ 

 

„Liebe deutsche Redaktion in Teheran,

haben Sie ganz herzlichen Dank für die lieben Festtagsgrüße. Besonders habe ich mich gefreut, dass die deutschen Sendungen weiterhin auf Kurzwelle ausgestrahlt werden.  

Ein Grußkarte von mir ist auf dem Weg in den Iran und müsste Sie bald erreichen. 

Es grüßt Sie herzlich mit den besten Wünschen für ein friedliches neues Jahr,

Ihr Hörer Jörg-Clemens Hoffmann“

 

„Vielen Dank und ganz liebe Grüße und gute Wünsche von uns Dreien zurück an Sie und Ihre Familien!

Volker Willschrey“

 

„Recht herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen Harald Süss aus Österreich“

 

Sehr geehrte Redaktion,

vielen Dank fuer Ihre freundlichen Zeilen!

Sehr schön, dass Sie auf KW weitermachen werden, Ihre heutige Sendung inklusive Hörerpostteil konnte ich auf der Frequenz 7295 mit sehr gutem Signal aufnehmen. SINPO = 5-5-4-4-4

Ihnen allen in der Deutschen Redaktion auch frohe Festtage und die besten Wünsche für das Jahr 2020!

Ewald Glantschnig“

 

Am vergangenen Sonntag schrieb Stefan Druschke:

 

„Liebe Freunde vom deutschen Programm! 

Schön dass das deutschsprachige Programm nun doch weiter auf Kurzwelle zu hören ist. Dies zeigt ja, dass sich Proteste von Seiten der Hörerschaft doch lohnen, obwohl ich selbst nicht wirklich an einen Erfolg geglaubt habe

So kann ich nun aber weiter die schönen deutschsprachigen Sendungen aus Teheran über Kurzwelle hören. Mich interessieren vor allem Berichte über die reichhaltige iranische Kultur und die Geschichte. Der Empfang auf der Frequenz 7295 kHz ist hier meist gut, auch wenn er am heutigen Tag eher mittelprächtig war.

Heute möchte ich Ihnen auf diesem Weg einen weiteren Empfangsbericht über Ihre Sendung zukommen lassen, die ich vor einigen Minuten gehört habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir den Bericht wieder mit einer QSL bestätigen könnten, falls noch eine QSL-Karte vorhanden ist, ansonsten auch gern als elektronische QSL-

Für heute möchte ich mich nun auch wieder verabschieden. Vielen Dank nochmals für die täglichen schönen Sendungen aus Teheran!

Mit freundlichen Grüßen Stefan Druschke“

 

Die Versendung unserer Mails mit Festtagsgrüßen und der „frohen Botschaft“ über die Fortsetzung der Kurzwellenausstrahlung hatte unter anderem zur Folge, dass sich einige Hörerfreunde meldeten, von denen wir schon länger keine Post bzw. Mail mehr bekommen haben.

So zum Beispiel diese Mail:

„Liebes Team in Teheran !Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Eine besondere Freude war es, als ich erfuhr das die deutschsprachigen Sendungen auf KW fortgeführt werden. Hier mein Empfangsbericht.

Mit freundlichen Grüßen Erik Oeffinger Lauenburg“

 

Herrn Oeffingers Empfangsbericht ist vom letzten Sonntag, er hörte uns mit SINPO  3-4-3-3-3

Übrigens hat ihm die Weihnachtsgeschichte gut gefallen, denn in seinen Programmdetails schrieb er: „Verlesung einer sehr schönen Weihnachtsgeschichte.“

Danke Herr Oeffinger für Ihr Lebenszeichen.  

Auch Enrico Heller gehört nicht zu den „Vielschreibern“. Aber jetzt ist er auch dabei um seine Freude zum Ausdruck zu bringen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

das ist eine sehr erfreuliche Nachricht. Ich, nein wir danken Ihnen für die Entscheidung. Gerade wenn es um Nachrichten aus dem Iran geht, scheint mir die westliche Medienlandschaft etwas unehrlich und befangen. Daher ist es vielleicht gerade heute wichtig auf einen autarken Sender zu setzen, den man mit einfachen Radios empfangen kann. Denn der Zugang zum Internet kann natürlich von jedem Land eingeschränkt werden. Gerade dieser Tage hier in Deutschland werden zum Beispiel bei Youtube unzählige Nachrichtenkanäle und Meinungen gelöscht, die nicht dem Mainstream entsprechen. Eine Meinungsfreiheit ist hier in Deutschland nicht mehr gegeben.

Bleiben Sie alle schön gesund. Alles Gute für das neue Jahr. Wir sind hoch erfreut Sie weiter hören zu dürfen, aus einem wunderschönen, fortschrittlichen, aufstrebenden und ehrlichen Land - Dem Iran

Hochachtungsvoll, Ihr Hörer Enrico Heller“

Besten Dank Herr Heller für Ihre Mail, die Freude ist ganz unsererseits.

 

Es geht weiter mit Andreas Fessler:  

„Liebe deutsche Redaktion !

Ich hatte mir in den vergangenen Wochen oft vorgenommen Ihnen mein Bedauern über die Einstellung der Kurzwellensendungen kundzutun. Doch nun ist wohl wieder mal ein Wunder geschehen. In den Chefetagen von Parstoday wurde auf die Hörerproteste reagiert und es wird erst einmal weitergehen. Ich gebe zu, dass ich wenig Hoffnung hatte, und dachte die Einstellung ist endgültig.  

Freuen wir uns also auf weitere interessante Sendungen aus Teheran über die altbewährte Kurzwelle. Mich würde aber schon interessieren wie die neue digitale Ausrichtung von Parstoday aussehen soll.  Begrüßen würde ich es, wenn endlich einmal alle Programme von Parstoday über Internet im Livestream hörbar sind. Viele Hörer haben ein Internetradio. Wenn ich in meinem unter „Iran“ suche, finde ich ganze 5 Programme - Radio Golha, Radio Navahang und 3 Streams von Radio Mahoor. Und ich bezweifle das das alles Programme direkt aus dem Iran sind.

Den meisten Internetradios kann man auch Stationen selbst hinzufügen, sofern man deren Streamadressen  kennt und das Übertragungsformat konvertibel zum Empfänger ist. Viele Radiosender verschweigen allerdings diese Adressen.

In Deutschland stehen jetzt die Feiertage an – Weihnachten und Neujahr und die Tage davor sind sehr hektisch. Etwas geruhsamer wird es wohl im Iran sein. Das iranische Neujahrsfest ist ja erst im März.

In diesem Sinne herzliche Grüße aus Dresden, Ihr Hörer Andreas Fessler“

Herzlichen Dank lieber Hörerfreund, auf Ihre Fragen gehen wir demnächst ein. Bei den Zweifeln bezüglich der iranischen Radiosender sind wir auf Ihrer Seite.

 

Noch länger war die Postpause zu unserem Sender bei Herrn Scheiblberger aus Österreich. Jetzt meldete er sich mit diesen Zeilen:

„Liebe Mitarbeiter der deutschen Redaktion!

Schön, dass vorerst die Sendung auf Kurzwelle fortgeführt wird. Ich habe die Meinungen der Hörer im Hörerbriefkasten aufmerksam verfolgt und möchte Ihnen heute ein paar meiner Gedanken mitteilen.

Als begeisteter Kurzwellenhörer war ich von der Abschaltung der Kurzwelle wenig erfreut. Für mich bedeutet Kurzwelle Abenteuer, wo es immer wieder etwas zu entdecken gibt, aber auch Entspannung. Radio aus Teheran bedeutet für mich auch an Informationen zu gelangen, die man in westlichen Medien nicht findet. 

Ich glaube die Menschen haben zunehmend Schwierigkeiten sich konzentriert ein einstündiges Programm anzuhören. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis, die mit dem Radiohobby nichts zu tun haben, niemanden, der ein Radioprogramm aufmerksam über längere Zeit verfolgt. Die Kurzwellenprogrammhörer haben hier vielleicht einen Vorteil.

Das Auge wird dabei aber immer wichtiger. Früher setzte man sich einen Kopfhörer auf, schloss die Augen und genoß ein Radioprogramm. Heute sind auch visuelle Reize wichtig, sei es am Smartphone oder bei modernen SDR Empfängern, wo man ein ganzes Frequenzspektrum sehen kann.

Ich rechne nicht damit, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Kurzwelle wird...es wird vielleicht das Jahrhundert der Algorithmen - und trotzdem bin ich froh, Sie noch auf der Kurzwelle zu hören...“

Sicher ist dieser Hörerfreund realistisch was seine Gedanken zur Zukunft der Kurzwelle angeht, und wir sind ebenso froh wie er, dass es bei uns erstmal noch weiter geht über die kurzen Wellen.

Bezüglich der Entwicklungen auf diesem Gebiet schreibt Herr Scheiblberger:

„Ich rechne damit, das Religionen weiter an Einfluss einbüßen werden und Staaten, die sich den technischen Neuerungen verschließen immer noch weiter zurückfallen werden.  

Ich glaube aber, dass Religionen als moralische Stütze und Richtschnur für moralische Entscheidungen weiterhin wichtig sind, aber der Einfluss der Religion als Institution wird weiter sinken, ganz gleich welcher Konfession man anhängt.

Viele dieser Gedanken stammen von Zukunftsforschern und namhaften Gehirnforschern und ich bin gespannt ob uns unsere eigene Technik eines Tages überrollt und wir die Sklaven unserer Innovationen werden.

Somit verbleibe ich mit freundlichen und weihnachtlichen Grüßen, Ihr Hörer Scheiblberger H.Christoph, Bad Goisern“

 

Jetzt erfahren Sie auch endlich von wem das Motto: Radio ist gut in allen Lagen des Lebens !!! stammt, es kommt von Ihrem Hobbykollegen Gerd Brüschke aus Dortmund:

 

„An RADIO  IRIB  Festtagsgrüsse, Radiogrüsse!

Weihnachten, 25. Dezember 2019 

Herzlichen Dank für die Festtagsgrüsse zu Weihnachten und zum Neuen Radio-Jahr 2020. Ich hoffe, dass RADIOWELLEN von IRIB wieder auf meinem NORA BERLIN DA0183-B DETEKTORAPPARAT stark und laut ankommen und sich in AM demodulieren,  detektieren  lassen.

Auf welcher Kurzwellen-Frequenz sendet IRIB und wo befindet sich der Kurzwellensender? Anbei meine Radiobilder. JPGs und das VIDEO. Viel Erfolg mittels "Radiowellen" wünscht Ihnen der HÖRER 

Gerd Brüschke aus Wolfsburg-Ehmen in Deutschland!“

Wir haben Herrn Brüschke die gewünschten Informationen per Mail mitgeteilt.

 

Jetzt kommt noch ein ebenfalls länger nicht in der Hörerpostsendung vertretener Hörer zu Wort, bevor wir uns von Ihnen verabschieden müssen, es ist Prof. Dr. Hansjörg Biener aus Nürnberg:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

in den freien Tagen um Weihnachten gebe ich mich einem Hörmarathon hin, so dass ich mit dem Empfangsberichteschreiben kaum nachkomme. Immerhin werden viele Logs für den Radio-Kurier produziert. 

Ich gehe teils dem Hörfahrplan des Radio-Kurier nach, teils e-mail-alerts, die mich erreicht haben. Dazu gehören auch die Nachrichten von der Rettung der deutschsprachigen Kurzwellensendungen aus Teheran, die gerade noch gelungen ist. Als Zeichen für Ihre Vorgesetzten, dass „ich“ noch da bin, und als Information über die aktuelle Empfangssituation übersende ich Ihnen diesen Empfangsbericht.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um eine QSL, Hj. Biener“

Zur Empfangsqualität am 25. Dezember schrieb Herr Biener:

17:30 Uhr: SINPO 3-3-4-4-3, Interferenz: durch 7300 kHz China Radio International 1600-1800 Uhr in Arabisch

1800 Uhr: SINPO 3-4-4-4-4, Interferenz: durch 7285 kHz China Radio International 1800-1900 Uhr

Schade, dass unsere Kurzwellensendung, die ja nun nur noch über eine Frequenz ausgestrahlt wird, durch die Sendungen aus China beeinträchtigt wird.

Wir freuen uns, dass Herr Biener sich wieder einmal gemeldet hat. Er schrieb ja „Ich bin noch da“, das ist beruhigend.

An dieser Stelle wollen wir gerne einmal darauf hinweisen, dass unser Hörer nicht nur evangelischer Theologe, sondern auch Pädagoge ist, sowie schon mehrere Bücher verfasst hat. Eines davon heißt:

Die Kreuzzüge in deutschen Religions- und Geschichtsbüchern

Analysen zur Verbesserung ihrer Darstellung

Herr Biener schreibt zu seinem Buch: Wer sich daran macht, mit Schülern und Schülerinnen über die Kreuzzüge und aus den Kreuzzügen zu lernen, begibt sich in drei prekäre interkulturelle Begegnungen:

neuzeitliches versus mittelalterliches Europa,

europäische versus  islamische Welt, und vor allem

Erwachsenenwelt versus Schülerwelt.

Um diesen Gefährdungen zu begegnen, muss fachwissenschaftlich genau, gesellschaftlich-politisch problembewusst und didaktisch klug gearbeitet werden. 

Das Buch ist in der Reihe Pädagogische Beiträge zur Kulturbegegnung erschienen.

Es ist sehr erfreulich, dass jemand, der auch unser Hörer ist, sich mit solchen Themen beschäftigt.

In einem weiterführenden Link zum Thema Kreuzzüge wird auf ein Buch von Markus Tiedemann hingewiesen:

Die Wanderheiler    -   Maya und der Fünfte Kreuzzug

In der Widmung des Buches steht unter anderem:

Für alle, die auf eine friedliche Verständigung zwischen Christen und Muslimen hoffen

In einem Dialog des Buches heißt es:

Versuche zu begreifen, was es bedeuten würde, wenn die Geschichte von Christen und Muslimen nicht allein von Grausamkeit, Verrat und Ungerechtigkeit beherrscht wäre. Was es bewirken könnte, wenn sie sich auch an Vertrauen, Gerechtigkeit und wechselseitige Achtung erinnern würden.

Mit der Hoffnung auf Vertrauen, Gerechtigkeit und wechselseitige Achtung zwischen Christen und Muslimen, sowie anderen religiösen Gruppen wollen wir uns heute von Ihnen verabschieden liebe Hörerfreunde.

Danke, dass Sie dabei waren !

Bis zum nächsten Mal dann Choda hafez – Gott schütze Sie !

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