Jan 06, 2020 11:24 CET

Hörerpostsendung am 5. Januar 2020 Bismillaher rahmaner rahim - Heute ist der 3. Tag der Staatstrauer in Iran. Sicher haben Sie von dem terroristischen Anschlag der Amerikaner auf General Soleimani, der jahrelang eine äußerst wichtige Rolle bei der siegreichen Bekämpfung der IS-Terroristen im Irak und Syrien gespielt hat, gehört.

Die Amerikaner hatten ihn schon sehr lange ins Visier genommen, am Freitag ist ihnen der Schlag – der auf Anordnung von US-Präsident Trump erfolgte – gelungen. Sie glauben mit seiner Auslöschung werde der Widerstand ausgelöscht. Ein fataler Fehler, der jedoch der Trumpschen-Strategie im Weißen Haus entspricht: Erst Handeln dann Denken.

Der Jahresbeginn von 2020 wird nun also durch dieses einschneidende und sicher folgenreiche Ereignis überschattet. Das geehrte Revolutionsoberhaupt Irans hat harte Vergeltungsmaßnahmen angekündigt.

Kommen wir aber zur Hörerpost. Seien Sie in der ersten Hörerpostsendung im neuen Jahr 2020 – Herzlich willkommen.

Unser Stammhörer Heinz-Günter Hessenbruch darf heute beginnen. Seine Dezember-Empfangsberichte begleiteten diese Zeilen:

„Guten Morgen liebes Team in Teheran,es ist vollbracht - wir schreiben 2020. Das neue Jahr hat kein gutes Erbe bekommen, aber es liegt nun an uns das Beste daraus zu machen. Man wird bescheidener...und ist schon zufrieden, wenn das neue Jahr am Ende so ausläuft, wie das alte.Nämlich ohne Krieg, Not und Leiden.Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Familie ein gutes 2020.“

Unser Hörerfreund bezieht sich mit seinen Zeilen allerdings nur auf die westliche Welt, denn bedauerlicherweise gibt es viel zuviele Kriege, Nöte und Leiden auf der Welt und für eine Besserung im neu begonnenen Jahr stehen die Zeichen auch nicht allzu gut. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat anlässlich der neuesten Entwicklungen in unserer Region – ohne jegliche Kritik an dem US-Anschlag auf General Soleimani – gesagt, dass die Welt nicht noch einen weiteren Krieg in der Nahostregion vertragen könne.

Kommen wir aber noch zum technischen Aspekt und den Mitteilungen von Herrn Hessenbruch diesbezüglich:„Der Kurzwellenempfang hat sich nicht verbessert, wie schon erwähnt kann ich hier auf 7295 kHz nur einen O- Wert  von 2 bis 3 vergeben und das auch nicht durchgehend über die gesamte Sendung.Frank Bresonik schreibt mir, das er diese Frequenz überhaupt nicht empfangen kann.

Verbleibe mit freundlichen Grüßen, Heinz Günter Hessenbruch in Remscheid“

 

Wie wir den Dezemberberichten von Herrn Hessenbruch entnehmen konnten, hat er nur noch über das Internet gehört. Unser Stammhörer fügt sich den Tatsachen, denn es kommt ihm darauf an, unsere Sendungen zu hören.

Bei Frank-Luqman Bresonik liegen nun leider andere Umstände vor, und er ist auf die Kurzwelle angewiesen. Wir freuen uns, von unserem Glaubensbruder wieder einmal Post bekommen zu haben. Als ihn die Nachricht erreichte, dass IRIB-Parstoday die Kurzwellenausstrahlung einstellen will, hat er ein Gedicht für uns verfasst:

Gladbeck am 04.12.2019

Mein Gedicht für Radio Teheran:

 

Mein Freund

Ein alter guter Freund, ganz heimlich still und leise,

sagt der Kurzwelle ade, begibt sich auf die Reise.

Doch hier und dort im Kreise der großen Hörerschar

ist diese Art und Weise nicht ganz so wunderbar.

Denn schließlich war er Jahre stets gerne für uns da.

Das habe ich genossen, es war so schön und klar!

Ich werde Dich vermissen, mein Radio-Teheran-Freund,

zu gut waren die Zeiten die ich geliebt und nie versäumt!

Niemals werde ich vergessen, wie toll doch alles war,

doch das ist Schnee von gestern, bald bist Du nicht mehr da.

Starkes Ätherrauschen wird man dann hören, die Spur von Dir

verweht im Wind.

Er wird die Abschiedstränen trocknen, die jetzt bei mir sind.

So danke ich für all Dein Tun in meinem Leben

und wünsche viel Glück auf Deinen Wegen.

 

In liebevoller Erinnerung an meinen Lieblingsradiosender in Teheran.

Es grüßt Euch Euer Freund und Bruder Frank-Luqman Bresonik

 

Sehr beeindruckend, finden Sie nicht auch liebe Hörerfreunde? Wir sind

dankbar berührt von den poetischen Zeilen unseres Bruders im Islam, der

sich dann am nächsten Tag nochmal Zeit genommen hat, um weitere Zeilen

zu schreiben:

 

„Gladbeck am 05.12.2019

Im Namen des Gnädigen und Barmherzigen Gottes Allah !!!

Meine lieben Freunde, Brüder und Schwestern im Islam!

Mit sehr großer Bestürzung habe ich erfahren, dass Radio Teheran seinen Sendebetrieb zum 22.12. des Jahres auf der Internationalen Kurzwelle einstellen wird. Ich protestiere dagegen und fordere die Entscheidungsträger zum Umdenken auf.

Seit vielen Jahren bin ich per Kurzwelle mit dem Radiosender aus der Islamischen Republik Iran verbunden, der inzwischen ein fester Bestandteil in meinem Leben ist, durch den viele Freundschaften entstanden sind, und ich seit über sieben Jahre lang den Islam praktiziere.

Der Rückzug aus dem Kurzwellenbereich seitens Ihrer Radiostation ist ein großer Schlag für mich. Sie reißen mir damit ein Stück meines Herzens aus meinem Leib.

Leider kann ich IRIB nur per Kurzwelle empfangen. Ich bitte Sie ganz herzlich darum, Ihre Deutschprogramme auf der Internationalen Kurzwelle nicht einzustellen. Bitte !!!

Frank-Luqman Bresonik“

 

Wir sind dankbar auch für diese Zeilen, die wir gerne übersetzen wollen und an die Verantwortlichen in oberen Etagen weiterzugeben, damit sie die Bedeutung unserer Sendungen und der Kurzwellenausstrahlung für die Hörerfreunde besser verstehen.

 

Die Post aus Gladbeck kam auf dem normalen Postwege und da ist klar, dass uns der Postbote nicht nur einen Brief übergeben hat, deshalb wollen wir zunächst auch die anderen Zuschriften erwähnen und vorlesen und sicher wieder etwas Neues dazu lernen. Zum Beispiel:

Kennen Sie ein Zuckerdorf in Deutschland liebe Hörerfreunde? Einer unter Ihnen kennt es bestimmt, denn er wohnt dort. Nämlich in Klein Wanzleben.

Am 24. November 2009 beantragte die Gemeinde Klein Wanzleben die Änderung des Gemeindenamens in „Zuckerdorf Klein Wanzleben“. Dies wurde am 28. Januar 2010 durch den Landkreis genehmigt und trat zum 11. Februar 2010 in Kraft.

Gut, dass diese Anderung nicht am 11.11. in Kraft trat, sonst könnte man glauben es sei ein Faschingsscherz. Aber es ist kein Scherz, denn in Klein Wanzleben – im Landkreis Börde im Bundesland Sachsen-Anhalt, gibt es nämlich Zuckerrübenanbau und eine Zuckerfabrik, deshalb gibt es nun also das Zuckerdorf, und von dort erreichte uns nun ein Empfangsbericht, und zwar vom 23. November. Auf der 6055 kHz hörte uns Viktor Schönecker mit SINPO  3-4-3-4-3  mit seinem Philips AE 3625 und Teleskopantenne.

„Bitte senden Sie mir für die gehörte deutschsprachige Sendung eine QSL-Karte zu. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen Viktor Schönecker“

 

Danke Herr Schönecker, aufgrund Ihrer Zuschrift wissen 'Wir und unsere Hörer‘ nun, dass es ein Zuckerdorf in Deutschland gibt.

Aber nicht nur in Zuckerdorf hört man unsere Sendungen, sondern auch aus der Goethestadt Bad Lauchstädt kam ein Empfangsbericht, und zwar von Matthias Martin.

Für den Empfang am 29.11. über die Frequenz 7295 vergab er SINPO 4 – sehr erfreulich.

Am 30. November schrieb er dann noch die folgenden Zeilen:

 

„Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Redaktion der Stimme der IR Iran,

als erstes möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mir für meinen letzten Empfangsbericht vom 29. Januar 2019 eine sehr schöne QSL-Karte gesendet haben.

Gestern habe ich wieder die Stimme der IR Iran hören wollen und habe auf den in verschiedenen Publikationen angegebenen Freqenzen (6055 und 6155 kHz) gehört. IRIB war hier aber nicht zu empfangen. Danach habe ich das 41m-Band durchgekurbelt. Auf 7295 kHz hörte ich dann wieder die bekannten Klänge von IRIB. Auf der 7295 ist IRIB hier sehr gut und fast störungsfrei zu empfangen. Im Durchschnitt S=09+20 Dezibel. Während der gesamten Sendedauer gab es immer mal wieder kurze Aussetzer/Unterbrechungen von weniger als 1 Sekunde, die aber die Verständlichkeit der Sendung nicht beeinträchtigt haben. Lediglich um 18:16 UTC war die Unterbrechung 5 Sekunden lang.

Die Sendung war sehr informativ, besonders interessierte mich die Berichterstattung über die Region Pischwa.

Ich habe diesem Brief meinen Empfangsbericht über die gehörte Sendung vom 29.11.2019 beigefügt. Wenn die Angaben korrekt sind, würde ich mich über eine Empfangsbestätigung sehr freuen.

Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Matthias Martin.“

 

Im Empfangsbericht von Stefan Gertheinrich aus Warendorf heißt es:

„Vielen Dank für Ihre interessanten Sendungen aus Iran, die ich stets gern verfolge.“

Bei einem Empfang mit SINPO 5 und 4 ist das natürlich noch  ein größeres Vergnügen.

Es freut uns liebe Hörerfreunde, dass Sie unsere Sendungen informativ und interassant finden und danken für diese Mitteilung sowie die Empfangsberichte.

Aus Österreich kamen Empfangsberichte von zwei Hörern mit gleichem Empfangsgerät, nämlich einem AOR AR 7030.

Als dieses Empfangsgerät auf den Markt kam hieß es 1996 in einem Empfängertest von Christoph Ratzer in der abschließenden Beurteilung:

‚Zu einem äußerst attraktiven Preis angeboten, bietet der AOR AR 7030 ein vernünftiges Gesamtkonzept, sehr gute Empfangsleistung und gerade die Möglichkeiten der Filternachrüstung und verschiedenes Zubehör machen den AOR derzeit zu „dem“ Allroundempfänger für alle Funkbegeisterten.‘

 

Den SINPO-Werten von Patric Robic aus Leibnitz sowie von Wolfgang Gargitter aus Natters nahe Insbruck zufolge funktioniert ihr Empfänger auch ganz gut. Wir danken diesen österreichischen Hörern dafür, dass sie uns haben wissen lassen, dass sie uns hören.

Herr Gargitter schrieb noch: „Ich werde weiterhin Ihre Sendungen mit Interesse verfolgen und freue mich schon, bald von Ihnen Post zu erhalten.“

 

Unsere neueste QSL-Post ist unterwegs liebe Hörerfreunde, wir würden uns freuen von dem Eintreffen bei Ihnen zu hören.

Umgekehrt soll unser Hörerfreund Ullrich Wicke in Felsberg nun wissen, dass seine Post bei uns angekommen ist.

Und zwar ein Empfangsbericht vom 25.11.2019:      

„Liebe Freunde, anbei ein weiterer Empfangsbericht. Es ist schön, daß Ihr weiterhin auf der Kurzwelle zu hören seid.

Da es bis zum Jahreswechsel nicht mehr lange hin ist, möchte ich Euch bei dieser Gelegenheit schon einmal alles Gute für 2020 wünschen.

Bis zum nächsten Mal Euer Ullrich Wicke“

Schon wenige Tage später nahm Herr Wicke den Kugelschreiber wieder in die Hand, und zwar am 30. November:

„Liebe Freunde,

die deutschsprachigen Sendungen von IRIB-ParsToday müssen der analogen Kurzwelle erhalten bleiben. Das Internet ist leichter zu kontrollieren und lahmzulegen als der herkömmliche Rundfunk. In dieser Epoche globaler Krisen und Kriegsgefahr ist das ein besonders wichtiger Punkt.

Bedenkt bitte auch, dass nicht alle Eure Hörer Zugang zum Internet haben.

Der internationale Rundfunk auf Kurzwelle ist ein nach wie vor unverzichtbares Informationsmedium. Ein billiger batteriebetriebener Weltempfänger genügt, um darauf zurückzugreifen. Immer und überall.

Euer Ullrich Wicke“

In Klammern schrieb Herr Wicke dazu: (der Euch nach dem 21.12. nicht mehr hören können wird).

Nun ist die Gefahr ja erst einmal gebannt, und wir machen auf der Kurzwelle weiter. Danke Herr Wicke für Ihre weiteren Empfangsberichte, wir hoffen Sie sind weiter am Empfänger, denn der Empfang über die jetzt nur noch gültige Frequenz 7295 kHz scheint ja in Felsberg ganz gut zu klappen.

 

Die Briefpost von Peter Möller aus Duisburg, die schon länger eingegangen ist, wollen wir auch noch erwähnen, er hat wie jedes Jahr aus seiner Kur geschrieben:

„Hallo an die deutsche Redaktion von IRIB,

in der Zeit von Anfang September bis Mitte Oktober war ich im Kurort Bad Sooden-Allendorf, wo ich wieder wegen meiner Krankheit behandelt wurde.

Natürlich hatte ich auch wieder meinen Kurzwellenempfänger mitgenommen. Am 15.9. und 4.10. hatte ich auch Empfangsberichte an IRIB geschrieben und nach Teheran geschickt. Der Empfang war in Nordhessen recht schwierig, aber es war noch etliches zu verstehen.

Am 21.11. kam der Empfangsbericht vom 15.09. zu mir zurück.“

 

Herr Möller hat den Briefumschlag der mit einem Stempel und angekreuztem Grund für die Rücksendung versehen war, für uns in seinen Brief einkopiert, leider ist der Stempel nicht deutlich genug, sodass auch wir auf diesem Stempel den Grund nicht erkennen konnten.

Herr Möller schreibt weiter:

„Warum der Brief zurück kam ist mir schleierhaft – die Anschrift hat gestimmt!

Ich will hoffen, dass der Empfangsbericht vom 4.10. bei Euch in Teheran ankommt, und dass man mir trotzdem auch eine QSL-Karte für den Empfangsbericht vom 15.09.2019 ausstellen kann. Viele Grüße“

Anhand eines weiteren Stempels auf dem einkopierten Briefumschlag von Herrn Möller können wir aber den Grund für die Rücksendung erkennen. Der Stempel lautet:  "PAS DE SERVICE VIA ISRAEL"

Also: Kein Service über Israel.

Irgendwie war Herrn Möllers Post an uns wohl in die falsche Richtung gegangen.

Außer dem Empfangsbericht und der schönen Ansichtkarte hat Herr Möller auch noch viele Prospekte von seinem Kurort und dessen Programmen für die Kurgäste mitgeschickt. Vielen Dank für alles.

 

Eine Ansichtskarte von einem anderen Kurort, nämlich Bad Bodendorf im Bundesland Rheinland-Pfalz schickte uns Thomas Becker aus Bonn zu und zwar mit einem Empfangsbericht vom 18.11.2019

Eine Ansichtskarte mit vielen Ansichten von München und seinen Sehenswürdigkeiten kam von Hörerfreund Michael Lindner mit Empfangsbericht vom 12. November: „Herzliche Grüße aus der immer wieder faszinierenden bayrischen Hauptstadt München“

Besten Dank auch an diese Hörerfreunde für Ihre Empfangsberichte.

Zwei Glückwunschkarten kamen aus Saarbrücken von Bernd Riga, für Weihnachten und das neue Jahr.

Er fragte, wie in Iran Weihnachten, Silvester und Neujahr gefeiert wird.

Eigentlich werden diese Feste bei uns nur von der christlichen Minderheit gefeiert. Unser Neujahr ist dann ja erst zum Frühlingsbeginn im März. Aber trotzdem freuen wir uns über Glückwünsche. Dankesehr.

Auch per Mail haben wir viele weitere Glückwünsche bekommen, dafür ist aber heute keine Zeit mehr.

 

Zum Abschluß der heutigen Sendung wollen wir Sie noch bitten, dass wenn Sie dies möchten, Sie ihre Meinung zu dem terroristischen Anschlag der USA auf General Soleimani an uns zu schicken.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir aufgrund der Staatstrauer heute kein fröhliches Abschlußlied spielen.

Bis zum nächsten Mal dann Khoda hafez – Gott schütze Sie !

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