May 09, 2021 12:11 CET
  • Deswegen „Ewiges Wunder“ (7- eines Schriftunkundigen)

Gott hat den Koran auf einen mittellosen Waisen herabgesandt, der bei niemandem in die Lehre gegangen ist. Letzteres trägt nach Ansicht von Koranforschern zum Wundercharakter des Korans bei.

 

 

                      

Ohne Schreiben und Lesen erlernt zu haben, hat der Prophet die himmlischen Verse vollständig und ohne irgendeine Veränderung den Menschen kundgegeben und nicht den geringsten Fehler dabei begangen!

Gemäß Koran ist der Prophet des Islams (S) der Letzte Gesandte Gottes, der nur von Gott gelehrt wurde und von niemandem anderen. Gott hat ihn zu einem idealen Menschen werden lassen.  Prophet Mohammad (S) war nicht mit dem Schreiben vertraut, aber in dem Buch, das er überbrachte, hat Gott bei dem Schreibstift und dem Geschriebenen geschworen und die ersten Verse, die auf ihn herabkamen, begannen mit Iqra – das heißt mit der Aufforderung zu lesen. Der Prophet erklärte das Wissen zu dem besten Gnadengeschenk Gottes an die Menschheit.  Er hat  nach seiner Ankunft in Medina und der Gründung des ersten islamischen Staates, alle aufgerufen, sich Wissen anzueignen. Ohne bei einem Lehrer Unterricht erfahren zu haben, wurde er zum Lehrer der Menschheit und zum Begründer von zahlreichen Theologieschulen und Akademien.

                              

Imam Ridha (F), einer der edlen Nachkommen und Imame aus dem Hause des Propheten, hat in einem wissenschaftlichen Gespräch mit Gelehrten anderer himmlischen Religionen zu dem Oberhaupt der jüdischen Gemeinde, Ras al Dschalut, gesagt:

„Zu den Beweisen für die Wahrhaftigkeit des Propheten zählt, dass er ein Waise, mittellos und Hirte war, kein Buch gelesen und keinen Lehrmeister  besucht hatte. (Aber) Er hat ein Buch überbracht, das über das Schicksal der Propheten und über die Vorfahren und die zukünftigen Generationen berichtet.“ 

Es ist wahrhaftig erstaunlich, dass der Koran mit all seinem gewaltigen Wissen über den Ursprung und die Rückkehr, den Menschen, die Moral und Gesetzgebung, sowie mit dieser sprachlichen Schönheit und Eloquenz, aus dem Munde eines Ungebildeten kam.  Der Heilige Koran sagt hierüber in der Sure 62 ( Dschum`ah) im Vers 2:

Er ist es, Der unter den Schriftunkundigen einen Gesandten von ihnen hat erstehen lassen, der ihnen Seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch (den Koran)  und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich ja zuvor in deutlichem Irrtum befanden –

Im Vers 16 der Sure 10 (Yunus) lesen wir außerdem:

Sag: Wenn Allah wollte, würde ich ihn (den Koran) euch nicht verlesen, und Er (Gott) würde euch nicht davon Kenntnis geben. Ich habe doch vordem ein Leben lang unter euch verweilt. Begreift ihr denn nicht?

Allerdings leugnen einige, dass der Prophet schreib- und leseunkundig war.  Die religiösen Gelehrten aber erwidern ihnen: Hätte der Prophet Gottes (S)  das Schreiben und Lesen gelernt, dann hätte er sein Wissen bei anderen erworben und das Wissen zeitgenössischer Gelehrten genutzt. Jedoch entspricht das, was er der Menschheit vorgelegt hat, nicht dem Denken und den auf Unwissenheit beruhenden Ansichten der Menschen seines Zeitalters, und nicht nur das: Seine Lehren bildeten sogar  das Gegenteil zu diesen Ansichten.  Wie die Geschichte belegt, hatten sich zur Zeit des Propheten viele Menschen dem Götzendienst verschrieben und waren von Aberglauben befallen. Ein anderer Teil der Bevölkerung stützte sich auf das Wissen und die Gebote in der Thora und dem Evangelium. Hätte Prophet Mohammad (S) seine Lehre bei den Gelehrten seines Zeitalters übernommen, hätte er unter den Einfluss der üblichen Denkweise und Überzeugungen seiner Zeit geraten müssen. Aber wir sehen, dass der Koran sich entschieden gegen den Aberglauben und die Irrtümer die in den religiösen Quellen jener Zeit vorhanden waren, gestellt hat. Durch die wissenschaftlich belegbaren Wahrheiten und das göttliche Wissen im Koran und seine Logik hob er sich völlig von der Kultur und dem in der damaligen Gesellschaft herrschenden Auffassungen ab.

Gott wollte, dass ein lauterer Mensch den Koran überbringt, dessen Herz frei war von jeglicher Prägung und dem Einfluss einer Denkschule. Mohammad (S) hatte seinen Vater schon vor seiner Geburt und seine Mutter nur wenige Jahre danach verloren, so dass deren Erziehung ihn nicht entschieden prägen konnte. Er wuchs die ersten Jahre  bei seiner Amme  außerhalb der Stadt auf, wo die städtische Kultur der   Unwissenheit kaum Einfluss genommen hatte. Auf diese Weise sollte sein Herz auf den Empfang der strahlenden Weisheiten der Offenbarung vorbereitet werden und als er später in der Hira–Höhle die erste Offenbarung erhielt, ereignete sich eine Revolution in seinem edlen Herzen und über seine Zunge floss die göttliche Wahrheit, um festen Fuß in der Geschichte zu fassen.

Der muslimische Historiker Ibn Chaldun sagt: „Muhammad war des Schreibens und Lesens unkundig. Dies aber gilt bei ihm als ein Vorzug, denn er hat das Wissen direkt vom Ursprung der Offenbarung erworben. Bei unsereins ist es unterdessen ein Mangel schriftunkundig zu sein, weil es unsere Unwissenheit bedeutet.“

                        

Die Orientalisten haben, trotzdem sie die islamische Geschichte skeptisch betrachten, aber sie haben keinerlei Anzeichen dafür feststellen können, dass der Prophet vor seiner Berufung schreiben oder lesen kann. Sie haben zugegeben, dass dieser Prophet sich unter einem rückständigen Volke erhob, in dem kaum jemand schreib- und lesekundig war. Aber Mohammad hat ein Buch überbracht, welches die Geheimnisse des Daseins und die wunderbaren Erscheinungen auf der Erde und im Himmel und der Gestirne beschreibt. Der französische Orientalist  Caussin de Perceval sagt: „Der Verstand gerät in Erstaunen darüber, dass  diese klaren und weisen Verse aus dem Mund eines Mannes kommen, der keine Schule besucht hat.“ 

Der US-Autor und Historiker Will Durant  schreibt in seinem Werk über die Geschichte der Zivilisation:

„Damals legten die Araber keinen Wert auf die Fertigkeit des Schreibens und Lesens. Und so gab es in dem Volksstamm der Quraisch nur 17 Personen, die lesen und schreiben konnten. Nach seiner Berufung zum Propheten hatte Mohammad besondere Schreiber.  Aus  seinem Munde floss das berühmteste Buch in Arabisch mit der höchsten Eloquenz und er kannte die Dinge bis ins Einzelne besser als alle Gebildeten.

Der romänische Schriftsteller Constantin Virgil Gheorghiu  hat in seinem Buch „Das Leben Mohamets“ geschrieben: „Obwohl er (Mohammad) schriftunkundig war, ist in den ersten Versen, die auf ihn herabgesandt wurden, die Rede vom Schreibstift und vom Wissen, d.h. vom Schreiben, Lernen und Lehren. In keiner anderen der großen Religionen ist so viel Wert auf Wissen gelegt worden und es ist keine Religion zu finden, die zu ihrem Beginn Wissen und Erkenntnis derartig wertgeschätzt hat.  Wäre Mohammad ein Gelehrter gewesen, denn hätte die Offenbarung dieser Verse in der (Hira`) Höhle die anderen nicht verwundert, denn jeder Gelehrter  weiß auf natürliche Weise das Wissen zu schätzen, aber er hatte keine Ausbildung in Scheiben und Lesen erfahren und hatte bei keinem Lehrer gelernt. Ich beglückwünsche die Muslime, dass in ihrer Religion der Erwerb von Wissen als dermaßen wichtig betrachtet wird.“

Der Prophet Gottes (S) hatte Schreiber und diese hatten die Aufgabe Briefe und Botschaften und Verträge schriftlich festzuhalten. Immer wenn er wollte, dass eine Niederschrift erfolgt, rief er einen der Schreiber zu sich und überließ ihm die Niederschrift. Zu denen, die die Offenbarungsverse schriftlich festhielten, gehörte auch Imam Ali (Friede sei mit ihm).

                         

Zweifelsohne besitzt  der Koran nicht nur aus den bisher genannten Sichtwinkeln den Charakter eines Wunders. Wir werden im Folgenden noch weitere seiner wunderbaren Aspekte vor Augen führen.

 

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