May 01, 2022 03:21 Europe/Berlin
  • Ächtung des Korans – Ächtung aller Werte 

In den letzten Jahrzehnten waren wir immer wieder Zeuge, dass Dinge, die den Muslimen heilig sind, geächtet wurden. In unserer Zeit, in der sich der Mensch für zivilisierter denn je hält, haben diese Aggressionen zugenommen. Rasmus Paludan verbrannte im April dieses Jahres während einer Tour durch Schweden mehrere Koranexemplare.

 

 

Ramus Paludan ist der Anführer einer islamfeindlichen radikalen Partei. Er hatte für seine Veranstaltung, bei der er in Anwesenheit seiner Anhänger den Koran verbrannte eine Genehmigung erhalten. Im Gefolge dieser Provokation kam es in mehreren Städten zu Gegendemonstrationen und heftigen Auseinandersetzungen zwischen deren Teilnehmern und Polizeikräften. Auch in anderen Teilen der Welt insbesondere in den islamischen Ländern kam es zu Protestkundgebungen. 

Schweden: Proteste gegen die Verletzung der Heiligkeit des Korans

 

Warum wollen Leute wie Paludan den Koran verbrennen? Der Koran ist doch Gottes Wort. Er ist das unvergängliche Wunder welches mit den hohen Grundsätzen für ein menschenwürdiges Leben auf den Propheten  herabgesandt wurde. Der Koran soll den Glauben des Menschen zur Entfaltung bringen, ihm Orientierung geben und ihn mit den edelsten moralischen Eigenschaften schmücken.  Man braucht nur die Geschichte näher zu betrachten um festzustellen, dass der Heilige Koran mit seiner Logik und seinem fruchtbaren Inhalt, seinen moralischen und praktischen Anweisungen die vollendete Charta für die Gestaltung des menschlichen Lebens ist.  Der Koran definiert umfassend den Menschen und die Schöpfungsordnung und den Zusammenhang der Phänomene in ihr. Seine Verse sind nicht nur auf Gebote der Gottesdienstbarkeit beschränkt sondern er spricht auch darüber, wie ein gesundes Leben aussieht und welche individuellen Eigenschaften und sozialen Beziehungen zu einer heilen Gesellschaft führen.  Er unterbreitet die Grundsätze für das Regieren um zu zeigen, wie der Mensch die immer schon  ersehnten beiden Ideale – Gerechtigkeit und Freiheit – herstellen kann. Der Koran lehrt den Weg zur Vervollkommnung des Menschen durch Beachtung sowohl seiner körperlichen als auch seiner seelischen Seite.  Durch den Koran kann die Menschheit vieles über diese und die jenseitige Welt erfahren und sich weiterentwickeln. Der geehrte Prophet des Islams hat gesagt:

„Der Koran und die Menschen sind wie der Boden und der Regen. Wenn die Erde abgestorben und ausgetrocknet ist, schickt Gott plötzlich Regen auf sie. Da regt sie sich. Daraufhin lässt er starken Regen herabströmen und die Erde gerät noch mehr in Bewegung und gedeiht. Dann lässt er unentwegt Bäche in den Täler fließen damit die Erde anschwillt und ihre Pflanzen sich aufrichten und wachsen und Gott aus dem Herzen der Erde das hervorbringt, was sie schmückt und den Menschen und Tieren als Nahrung dient. Der Koran bewirkt bei denen, die an ihn glauben, das gleiche.“ 

 

Der Koran ist die Stimme Gottes in der Daseinswelt, die zu Wissen, Freiheit, Gerechtigkeit, Tugend und Moral herbeiruft. Die Botschaften des Korans fordern zum Nachdenken auf. Der Koran lobt jeden, der nach Vernunft und Logik strebt und tadelt diejenigen, die Logik und Vernunft beiseitelassen.  Er fordert  die Gläubigen auf, Gegnern sachlich und mit Logik zu begegnen.

Im Vers 46 der Sure 29(   Ankabut) heißt es :

Und streitet mit den Leuten der Schrift nur in bester Weise, ...

Gott hat laut Koran allen Menschen Würde verliehen und achtet sie alle. Daher ist es religiös nicht gestattet, ihre Ansichten zu schmähen und dies verurteilt auch der gesunde Menschenverstand. Der Koran lehrt, dass keiner die Nichtgläubigen beschimpfen, erniedrigen oder verspotten darf und als einzigen Weg zur Rechtleitung hat er zu einem guten Verhalten aufgefordert. Jeder Ort wo sich Menschen zum Gottdienen und Gebet versammeln, ob eine Moschee oder ein Kloster oder eine Kirche, ist laut Koran zu respektieren und die Muslime dürfen selbst die Götzendiener nicht beleidigen und auch deren Götter nicht. Denn wenn die Muslime das schmähen was anderen heilig ist, so werden die anderen auch das schmähen was ihnen – den Muslimen – heilig ist.

Es heißt im Vers 108 der Sure 6 (Anam) nämlich:

Und schmäht nicht diejenigen, die sie außer Allah anrufen, damit sie nicht in Übertretung ohne Wissen Allah schmähen...

                                  

Nun stellt sich ernsthaft die Frage,  warum immer wieder einige blind und ungehindert und dreist ein solches Buch wie den Koran, welches zur Vernunft und zum wissenschaftlichen Disput auffordert, beleidigend behandeln  und unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit keine ernsthaften Schritte gegen diese Ächtung erfolgen.  Wenn jemand den Koran verbrennt, so bedeutet es doch nichts anderes, als das er einen niedrigen Charakter hat und nicht fähig ist, logisch zu argumentieren.

Die Wiederholung dieses Szenarios in Europa und den USA beunruhigt gerechte  Denker und sie fragen sich in welche Richtung sich heute der Westen eigentlich bewegt.  Ist die Verbreitung des Islams, der zum friedlichen Zusammenleben aufruft, so schrecklich, dass die Mächtigen seine Werte und Ethik auf diese Weise attackieren und die Politik der Angstmache vor dem Islam weiterbetreiben?

 Es lässt sich nicht leugnen, dass die Zahl der Anhänger dieser Religion Gottes heute auch im Westen  immer weiter wächst, ohne dass ihre Gegner es mit logischen Argumenten und Beweisen verhindern könnten, so dass sie  zum Mittel Schmähung und Spott greifen. Zugleich ist es eine Tatsache, dass dieses feindliche irrationale Verhalten sogar zum Islamischen Erwachen beiträgt. Heute hat eine tief verankerte Bewegung in der Islamischen Welt begonnen und es besteht die Hoffnung dass diese zur geeigneten Zeit zur Unabhängigkeit, Größe und neuem Leben der Islamischen Weltgemeinde führen wird.

Es ist offensichtlich dass in einer Zeit, wo die Islambekämpfung zugenommen hat, zunehmend mehr Menschen etwas über diese Religion wissen wollen. Als die französische Zeitung Charlie Hebdo die Ehre des großen Lehrers und Wegweisers der Menschheit, des Propheten des Islams verletzte, wuchs der Wunsch, diese Persönlichkeit besser kennenzulernen, und viele begriffen, dass hier eine Front gegenüber einem Prophet aufgebaut wurde, der die erfolgreichste religiöse Bewegung auf dem Erdball ins Leben gerufen hat: ein Prophet mit dem Gott der Menschheit eine Barmherzigkeit erwiesen und ihr großen Segen beschert hat.  Der Prophet des Islams hat der Menschheit eine Lehre verkündet, die vernunftmäßige Freiheit als selbstverständliches Recht jedes Menschen betrachtet. Dank der Lehren dieses Propheten traten Brüderlichkeit und Gleichheit und Rechtschaffenheit anstelle von Ungerechtigkeit, aristokratischem Lebensstil  und einer Klassengesellschaft. Es lässt sich heute sagen, dass viele Begriffe wie Menschenrechte, Gleichheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Herrschaft des Volkes, welche erst viele Jahrhunderte später für die Menschheit zu heiligen Werten wurde,  zu den ersten Dingen gehörten, von denen der Prophet bei seiner Einladung zum Islam gesprochen hat. 

 

Das Schlagwort „Meinungsfreiheit“ dient den westlichen Regierungen als Vorwand, um die Ächtung der islamischen Heiligkeiten zu gestatten. Kim Held, die  Polizeisprecherin in Südschweden hatte im Voraus angekündigt, sie habe nicht vor, die Demonstrationsgenehmigung für die rechtsradikalen Parteien in der südschwedischen Stadt Landskrona aufzuheben, denn nach ihrer Meinung gäbe es in ihrem Land ein hohes Toleranzniveau und die schwedische Polizei lege großen Wert auf das Recht der freien Meinungsäußerung.

Unterdessen gibt es und kann es überhaupt keine politische Ordnung geben, die uneingeschränkte bedingungslose individuelle Freiheit akzeptieren kann.  Auch wenn die freie Meinungsäußerung ein Recht des Menschen ist und als Wert gilt, so ist sie nicht uneingeschränkt ein Wert oder absolutes Recht. Unter dem Vorwand des Rechtes auf freie Meinungsäußerung darf nicht zugelassen werden, dass Leute die Ehre anderer angreifen und die seelische Sicherheit von ihnen und der Gesellschaft stören und die Gesellschaft in einen Ort umzuwandeln, wo sie sich persönlich oder aus Parteigründen rächen.

Im Artikel 29 der  Menschenrechtserklärung wird die Ausübung von Rechten und Freiheiten davon abhängig gemacht, dass die Anerkennung und Achtung der Rechte der anderen gesichert bleiben.  Auch in der französischen Menschenrechtserklärung  wird die Ausübung der Freiheit von den gesetzlichen Grenzen abgemacht. Außerdem wird zwar in dem Artikel 13 der Menschenrechtskonvention vom November 1969 das Recht auf freie Meinungsäußerung  proklamiert, doch nicht für etwas Absolutes erklärt sondern für den Falle der Verletzung auf die allgemeine Ordnung und Moral und des Ansehens von Personen eingeschränkt. Gemäß den internationalen Gesetzen des Westens sind also dem Recht auf freie Meinungsäußerung Grenzen auferlegt.  Die Ausübung der Meinungsfreiheit darf nicht gegen die Rechte anderer und deren Ansehen und die allgemeine Moral verstoßen.  

 

Diese Gesetze werden jedoch in den meisten westlichen Ländern nicht vollständig eingehalten. Es wird dermaßen offensichtlich doppelwertig mit der Meinungsfreiheit umgegangen, dass religiöse und politische Persönlichkeiten dagegen protestiert haben.  Es gibt zahlreiche Fälle, welche den Verdacht stärken, dass die Meinungsfreiheit im Westen nur dann gestattet ist, wenn es darum geht die Heiligkeiten von anderthalb Milliarden Muslime auf der Welt zu ächten.  Dazu zählen: schwere Gefängnisstrafen in den USA für diejenigen, die das Banner von Homosexuellen verbrennen, die Verhinderung der Produktion von Kunst- und Medienwerken und deren Ausstrahlung, wenn sie den Holocaust in Frage stellen, oder die Kündigung von Fernsehmoderatoren oder Journalisten, die sich kritisch zum Holocaust äußern oder auch das Löschen von Anwenderkonten, die  das Bild von Schahid Soleimani mit anderen teilen.  

George Bernard Shaw, der bekannte irische Schriftsteller hat beim Anblick der Freiheitsstatue und der Nichtbeachtung der Freiheit   in den USA gesagt: „Die Freiheitsstatue gibt es nur in den USA und nicht woanders, denn die Menschen errichten normalerweise nur für Tote ein Denkmal.“

Sein Urteil lässt sich heute auf andere westliche Länder ausdehnen.

 

s.auch: https://parstoday.com/de/radio/program--ewiges_wunder

https://parstoday.com/de/radio/program--frohe_kunde_im_koran

https://parstoday.com/de/radio/program--moral_islamisch_gesehen

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